Ukraine und Russland einig über Gasversorgung für den Winter | Aktuell Europa | DW | 25.09.2015
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Aktuell Europa

Ukraine und Russland einig über Gasversorgung für den Winter

Die Ukraine hat sich ungeachtet der schweren politischen Differenzen mit Russland auf die Gasversorgung für den Winter geeinigt. Das teilte der für Energie zuständige Vizepräsident der EU-Kommission, Sefcovic, mit.

Russland hatte die Gaslieferungen an die Ukraine Anfang Juli eingestellt, nachdem die Regierung in Kiew keine Vorauszahlung mehr geleistet hatte. Die Ukraine warf Moskau daraufhin vor, die Gaslieferungen als Druckmittel im Konflikt um die Ostukraine einzusetzen.

EU als Vermittler

Der Gasstreit zwischen den beiden Staaten hatte in der Vergangenheit bereits mehrfach Lieferunterbrechungen in Richtung Westeuropa zur Folge. Die EU bezieht etwa ein Drittel ihres Gasbedarfs aus Russland, rund die Hälfte davon wird über die Ukraine geleitet. Sie hat deshalb ein besonderes Interesse an der Beilegung des Streits. Russlands Energieminister Alexander Nowak sagte, der Deal sichere auch den ungehinderten Gas-Transit in die EU.

Brüssel: Großer Erfolg

EU-Kommissar Maros Sefcovic teilte nun auf Twitter mit: "Großer Erfolg: Gas-Protokoll von Russland, der Ukraine und der EU-Kommission paraphiert." Die Vereinbarungen beträfen den Zeitraum vom 1. Oktober bis Ende März 2016. Noch im Oktober wolle die Ukraine zwei Milliarden Kubikmeter vom russischen Energiekonzern Gazprom kaufen, so Sefcovic weiter. Dem EU-Kommissar zufolge sind weitere Formalitäten notwendig, damit das Abkommen in Kraft treten kann. Er sei aber "zuversichtlich", dass die offizielle Unterzeichnung bald erfolgen und das Abkommen umgesetzt werde. Die EU-Kommission werde die Ukraine weiter bei der Finanzierung ihrer winterlichen Gasvorräte unterstützen, sagte Sefcovic.

wl/se (dpa, afp)