Trumps Ex-Chauffeur klagt wegen Ausbeutung | Aktuell Amerika | DW | 09.07.2018
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US-Präsident

Trumps Ex-Chauffeur klagt wegen Ausbeutung

Er fuhr 25 Jahre lang Donald Trump durch die Gegend, dann wurde er vom Secret Service ersetzt. Jetzt fordert Noel Cintron 350.000 Dollar von der Firma des heutigen US-Präsidenten, weil er sich ungerecht behandelt fühlt.

Der ehemalige Chauffeur von US-Präsident Donald Trump hat dessen Konzern Trump Organization wegen nicht bezahlter Überstunden verklagt. Trump habe seinen langjährigen persönlichen Fahrer Noel Cintron "ausgebeutet" und ihm "erhebliche Lohnzahlungen verwehrt", hieß es in der Klageschrift. Der "angebliche Milliardär" habe Citron in mehr als zwölf Jahren keine "bedeutende Lohnerhöhung" gewährt.

Der heute 59-jährige Cintron war mehr als 25 Jahre Trumps Fahrer. Er wurde nach dessen Nominierung zum Präsidentschaftskandidaten der republikanischen Partei vom Secret Service ersetzt und war dann Mitglied des Sicherheitspersonals.

3000 Überstunden

Mit der Klage soll der Lohn für mehr als 3000 Überstunden eingetrieben werden. Nach Informationen der Zeitung "New York Daily News" summieren sich die Forderungen inklusive Zinsen und Anwaltsgebühren auf 350.000 Dollar (298.000 Euro).

Laut Klageschrift arbeitete Citron 50 bis 55 Stunden die Woche. Im Dezember 2010 wurde sein Gehalt um 7000 Dollar auf 75.000 Dollar pro Jahr erhöht. Allerdings habe der Verlust seiner Krankenversicherung der Trump Organization zuvor 18.000 Dollar jährlich gespart. Zudem sei er nicht für angehäuften Urlaub, Krankentage und Spesen entschädigt worden. Wegen Verjährungsfristen kann der ehemalige Fahrer nur die Ausfälle der vergangenen sechs Jahre einklagen.

Die Trump Organization wird während Donald Trumps Zeit im Weißen Haus von seinen Söhnen Donald Jr. und Eric geleitet. Auf eine Anfrage der Nachrichtenagentur AFP antwortete der Konzern zunächst nicht. 

gri/ie (afp, rtre)