Trump verschiebt China-Strafzölle | Aktuell Welt | DW | 12.09.2019
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Handelsstreit

Trump verschiebt China-Strafzölle

Als Reaktion auf eine "Geste des guten Willens" aus Peking sendet der US-Präsident eine ebensolche dorthin zurück: Die für Anfang Oktober geplante Anhebung von Strafzöllen soll nun erst später erfolgen.

Symbolbild USA China Handel (Getty Images/AFP/F.J. Brown)

Tor (auch) für Waren aus China: der Hafen von Los Angeles

Signale der Entspannung im zuletzt erbittert geführen Handelskonflikt zwischen den USA und China: Die für den 1. Oktober angekündigte Anhebung der Strafzölle auf chinesische Importe im Umfang von 250 Milliarden Dollar wird um zwei Wochen verschoben, wie US-Präsident Donald Trump mitteilte. Es sei eine "Geste des guten Willens", twitterte Trump. Er verwies auf eine entsprechende Bitte des chinesischen Vize-Ministerpräsidenten Liu He und die Tatsache, dass die Volksrepublik am 1. Oktober ihr 70-jähriges Bestehen feiere.

Trump reagierte auf eine Entscheidung der Regierung in Peking. Sie hatte am Mittwoch eine Liste von US-Produkten vorgelegt, die von Strafzöllen ausgenommen werden sollen. Es geht um 16 Arten von Produkten, darunter einige Medikamente, medizinische Ausrüstung und Chemikalien. Weitere Ausnahmen würden geprüft, so das chinesische Finanzministerium. In der staatlichen Zeitung "Global Times" war ebenfalls von einer "Geste des guten Willens" die Rede, bevor beide Seiten Anfang Oktober wieder Handelsgespräche aufnehmen wollen.

"Das Richtige"

Der US-Präsident hatte den Schritt der Chinesen begrüßt: "Sie haben das Richtige getan", sagte Trump im Weißen Haus. Einige Stunden später folgte dann sein entgegenkommend formulierter Tweet.

Auslöser des seit mehr als einem Jahr andauernden Handelsstreits war die Verärgerung Trumps darüber, dass China weit mehr in die Vereinigten Staaten exportiert als umgekehrt. Er fordert unter anderem eine Beseitigung von Marktschranken. Auch kritisiert Trump die Verletzung von Urheberrechten, den zwangsweisen Technologietransfer bei in China tätigen US-Unternehmen sowie staatliche Subventionen.

wa/cw (dpa, rtr)

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