Trump knüpft Riesenhoffnung an Gipfel mit Kim | Aktuell Welt | DW | 07.06.2018
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Diplomatie

Trump knüpft Riesenhoffnung an Gipfel mit Kim

Da schwingt viel Optimismus mit: Wenn alles gut laufe, werde das Treffen mit Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un ein "großer Erfolg", sagt US-Präsident Trump. Sogar das Ende des Korea-Krieges könne besiegelt werden.

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USA-Nordkorea-Gipfel: Trump und Abe stimmen sich ab

Der Korea-Krieg war 1953 ohne einen Friedensvertrag zu Ende gegangen. Donald Trump sagte nun, es könne ein Abkommen unterzeichnet werden, mit dem das Ende dieses Krieges endlich besiegelt werde.

Der US-Präsident stellte zugleich eine Einladung an den nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un in die Vereinigten Staaten in Aussicht. Sollte sein Gipfeltreffen mit Kim in der kommenden Woche gut verlaufen, würde er Nordkoreas Staatschef auch in die USA einladen, sagte Trump in Washington. Er wünsche sich eine "Normalisierung" der Beziehungen - und Trump ergänzte: "Wir haben das Potenzial, etwas Unglaubliches für die Welt zu schaffen. Und es ist mir eine Ehre, daran beteiligt zu sein." 

Mehr als nur ein Foto

Trump versicherte, er glaube an einen "großen Erfolg" des Gipfeltreffens am kommenden Dienstag in Singapur. "Ich glaube wirklich, dass Kim Jong Un etwas Großartiges für sein Volk und für seine Familie und für sich selbst tun will." Bereits zuvor hatte er sich optimistisch zu dem Gipfeltreffen mit Kim geäußert. Es sei "alles bereit" für die historische Begegnung: "Es wird viel mehr sein als eine Gelegenheit für ein Foto."

Das Gipfeltreffen von Trump und Kim gilt als "historisch", weil noch nie ein amtierender US-Präsident mit einem Machthaber des weitgehend isolierten Nordkorea zusammengetroffen ist. Im Mai hatte Trump den Gipfel zunächst unter Verweis auf "offene Feindseligkeit" Nordkoreas abgesagt. Da sich Pjöngjang aber dennoch weiter offen für Gespräche zeigte, änderte Trump kurz danach seinen Kurs wieder.

Wieder ein Treffen mit Abe

Trump traf am Donnerstag mit dem japanischen Regierungschef Shinzo Abe zusammen. Es war das zweite Treffen der beiden in weniger als zwei Monaten. Abe erklärte nach der Begegnung mit Trump, er sei zu direkten Gesprächen mit der nordkoreanischen Führung bereit.

Donald Trump trift japanischen Premierminister Shinzo Abe (picture-alliance/dpa/ZUMAPRES

Abe (l.) und Trump sehen sich häufiger - es war schon ihr zweites Treffen seit April

Ziel sei es, die Frage der in den 70er und 80er Jahren nach Nordkorea verschleppten Japaner zu klären sowie die Beziehungen zu Pjöngjang zu verbessern. Es sei Japans Bestreben, "wahren Frieden in Nordostasien" zu schaffen. Sollte Nordkorea zu Schritten in die richtige Richtung bereit sein, habe es eine "großartige Zukunft" vor sich.

haz/wa ( afp, rtr, dpa)

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