News kompakt: Trump droht Iran mit vollständiger Zerstörung
7. April 2026
US-Präsident Donald Trump hält im Iran-Krieg nach eigenen Angaben an seinem Ultimatum an die Regierung in Teheran fest. Seine gesetzte Frist, bis Dienstagabend (US-Zeit) die Straße von Hormus zu öffnen, sei endgültig, sagte Trump vor Journalisten im Weißen Haus. Man werde alle Kraftwerke und Brücken im Iran zerstören, sollte Teheran bis dahin nicht einlenken. Die USA könnten innerhalb von vier Stunden eine "völlige Zerstörung" des Landes herbeiführen, so Trump weiter.
Zuvor hatte der Iran einen Vermittlungsvorschlag Pakistans für eine 45-tägige Feuerpause zurückgewiesen. Das Regime in Teheran besteht auf einem dauerhaften Ende des Kriegs. Ein Sprecher der Militärführung erklärte, die "rüde, arrogante Rhetorik und haltlosen Drohungen des wahnhaften US-Präsidenten" würden Irans Angriffe nicht stoppen.
"Artemis 2"-Crew stellt Rekorde auf
Die vier Astronauten der "Artemis 2"-Mission sind so nah am Mond vorbeigeflogen wie zu keinem anderen Zeitpunkt ihres Aufenthalts im All. Sie näherten sich in ihrer Orion-Kapsel dem Erdtrabanten auf rund 6545 Kilometer, wie die US-Raumfahrtbehörde NASA mitteilte. Bei ihrem Flug um den Mond herum beobachteten die Astronauten den Himmelskörper rund sieben Stunden lang intensiv. Insbesondere auf der Rückseite des Mondes konnten sie dabei auch aufgrund der Sonnenverhältnisse Dinge sehen, die nie ein Mensch zuvor mit eigenen Augen gesehen hat. Für rund 40 Minuten war in dieser Zeit - wie vorab erwartet - die Kommunikation zwischen Astronauten und dem Kontrollzentrum der NASA unterbrochen.
Zuvor hatten die Crew schon einen Rekord aufgestellt: Die Raumfahrer entfernten sich weiter von der Erde als jemals Menschen zuvor. Am Samstag werden die Astronauten wieder auf der Erde erwartet.
US-Vizepräsident Vance besucht Budapest
Wenige Tage vor der Parlamentswahl in Ungarn erwartet Ministerpräsident Viktor Orbán an diesem Dienstag US-Vizepräsident JD Vance in Budapest. Der Gast aus Washington will am Abend bei einer Wahlkampfveranstaltung mit Orbán in einem Sportzentrum in der Hauptstadt eine Rede halten. Nach Angaben des Weißen Hauses soll es um die - so wörtlich - "reichhaltige" bilaterale Partnerschaft gehen.
Der Besuch des US-Vizepräsidenten in Ungarn wird als Unterstützung für den rechtsnationalistischen Regierungschef gesehen. Orbáns Fidesz-Partei liegt in Umfragen deutlich hinter der oppositionellen Partei Tisza von Péter Magyar. Die Parlamentswahl findet am Sonntag statt.
Ostermärsche in ganz Deutschland - Aktivisten fordern Abrüstung
Bei den diesjährigen Ostermärschen sind nach Angaben der Veranstalter Zehntausende Bundesbürger für Frieden und Abrüstung auf die Straße gegangen. Kundgebungen und Aktionen habe es an weit mehr als 100 Orten in Deutschland gegeben. Hauptthemen waren die Kriege im Nahen Osten und in der Ukraine, die Aufrüstung der Bundeswehr sowie die Debatte über eine Wiedereinführung der Wehrpflicht.
Bei einer Abschlussveranstaltung am Montag in Frankfurt am Main kamen laut der örtlichen Informationsstelle Ostermarsch rund 5000 Menschen auf dem Römerberg zusammen. Rednerinnen und Redner wandten sich unter anderem gegen den Abbau von Sozialleistungen zugunsten von Aufrüstung.
Selenskyj schlägt dem Kreml eine Teilwaffenruhe vor
Die Ukraine hat Russland eine auf Energieanlagen begrenzte Waffenruhe angeboten. Der Vorschlag sei bereits über die US-amerikanischen Vermittler an Moskau übermittelt worden, sagte Regierungschef Wolodymyr Selenskyj in seiner abendlichen Videoansprache. "Wenn Russland bereit ist, nicht mehr unseren Energiesektor anzugreifen, sind wir bereit, das gleiche zu tun", erklärte er.
Russische Streitkräfte greifen regelmäßig ukrainische Kraftwerke und Umspannwerke mit Raketen und Kampfdrohnen an, um die Stromversorgung zu stören. Das ukrainische Militär attackiert im Gegenzug vor allem mit Drohnen russische Raffinerien und Hafenanlagen. Die russischen Exportkapazitäten für Erdöl wurden dadurch Medienberichten nach bereits empfindlich geschädigt.
14 Jahre Straflager für Ex-Gouverneur der Region Kursk
Der frühere Gouverneur der westrussischen Region Kursk, Alexej Smirnow, ist in einem Korruptionsprozess zu 14 Jahren Straflager verurteilt worden. Das Gericht in Kursk verhängte außerdem eine Geldstrafe von 400 Millionen Rubel (rund 4,3 Millionen Euro) und ein Berufsverbot für die Dauer von zehn Jahren. Der 52 Jahre alte Beamte hatte seine Schuld vor Gericht eingeräumt. Smirnow hatte laut dem Urteil von Baufirmen, die auch Verteidigungsanlagen in dem Gebiet an der Grenze zur Ukraine errichten sollten, Schmiergelder kassiert.
Der Fall flog auf, nachdem ukrainische Truppen im August 2024 ohne großen Widerstand aufgrund minderwertiger Verteidigungsanlagen in die Region Kursk eindringen konnten. Laut Medienberichten waren etwa Panzersperren aus billigem Material gefertigt worden, das der Wucht von ukrainischem Militärgerät nicht standhalten konnte.
se/pg/AR (dpa, afp, ap, rtr, kna, epd)
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