Trotz Problemen macht Ryanair Gewinn | Wirtschaft | DW | 05.02.2018
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Luftfahrt

Trotz Problemen macht Ryanair Gewinn

Der Billigflieger Ryanair hat trotz der massiven Turbulenzen der vergangenen Monate seinen Gewinn steigern können: Tausende Flüge hatte Ryanair gestrichen - und steigerte seinen Gewinn jetzt um zwölf Prozent.

Die Fluggesellschaft aus Irland wies im dritten Geschäftsquartal - die Monate September bis Dezember - einen Gewinn von 106 Millionen Euro aus. Die Iren hatten im Herbst wegen angeblicher "Dienstplanprobleme" rund 20.000 Flüge mehr oder weniger plötzlich gestrichen. Flüge fallen auch noch bis zum kommenden März aus. Hauptgrund sind große Überstundenzahlen bei den Piloten, die nun abgebaut werden. 

Auch für die kommende Zeit macht sich Ryanair auf weitere Konflikte mit der Belegschaft gefasst. Sein Unternehmen werde den "lächerlichen" Forderungen der Piloten nicht nachgeben, sagte Konzernchef Michael O'Leary am Montag bei der Vorlage der jüngsten Quartalszahlen. Zu Ostern drohten Streiks, räumte der Chef ein. Doch Ryanair sei bereit, die damit verbundene Beeinträchtigungen hinzunehmen.

Ryanair Schalter (picture-alliance/PA Wire/J. Stillwell)

Ryanair: Tausende von Flügen gestrichen

Einigung in Großbritannien

Kurz vor Weihnachten hatte Europas größte Billigfluglinie weitreichende Streiks noch in letzter Minute abwenden können: Der Konzern gab dem Druck der Piloten nach und erkannte Gewerkschaften in mehreren europäischen Ländern an. Es gab lediglich einen vierstündigen Warnstreik, bei dem es allerdings zu keinen Flugausfällen kam. Die Piloten kämpfen für bessere Arbeitsbedingungen und eine höhere Bezahlung. Unlängst einigte sich Ryanair mit seinen in Großbritannien stationierten Piloten auf eine Gehalterhöhung von bis zu 20 Prozent.  

Für das Sommergeschäft dämpfte Konzernchef O'Leary jedoch die Erwartungen: Ryanair teile nicht den Optimismus der Konkurrenz, dass es in der wichtigen Saison mit den Flugtarifen aufwärtsgehe. In Europa waren die Ticketpreise zuletzt unter anderem wegen der Pleite von Air Berlin gestiegen.

ar/hb (rtr, afp)

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