Trauergottesdienst für Anschlags-Opfer von Südfrankreich | Aktuell Europa | DW | 25.03.2018
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Terror

Trauergottesdienst für Anschlags-Opfer von Südfrankreich

In der südfranzösischen Stadt Trèbes haben die Menschen mit einer Andacht der vier Opfer des jüngsten Terroranschlags gedacht. An der Zeremonie nahmen auch Vertreter der muslimischen Gemeinschaft teil.

Wegen der großen Anteilnahme der Bevölkerung wurde der Gottesdienst mit Lautsprechern auf einen Platz vor der Kirche übertragen. Vor dem Rathaus von Trèbes legten Trauernde weiße Rosen nieder.

Der Bischof von Carcassonne und Narbonne, Alain Planet, sagte vor dem Gottesdienst, die Menschen aus Trèbes und in ganz Frankreich seien von dem Anschlag betroffen. Ein Gottesdienstbesucher mit Olivenzweigen in der Hand sagte, er sei "sehr traurig": "Ganz Frankreich ist unglücklich." Vor dem Rathaus von Trèbes legten Trauernde weiße Rosen nieder.

Nationale Trauerfeier für getöteten Polizisten

Ein in Marokko geborener Franzose hatte in der südfranzösischen Stadt Carcassonne ein Auto geraubt und dann in einem Supermarkt in Trèbes mehrere Geiseln genommen. Bei der Angriffsserie starben vier Menschen, darunter der 25-jährige Attentäter, der sich als "Soldat" der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) bezeichnete. Bei einer Durchsuchung seiner Wohnung fanden Ermittler Hinweise auf den "Islamischen Staat". Dabei handelt es sich um digitale Datenträger und handschriftliche Aussagen mit Anspielungen auf die Terrormiliz, wie die Deutsche Presse-Agentur aus Justizkreisen erfuhrt. Der Text erinnere an ein Testament.

Unter den Opfern ist auch ein Polizist, der sich für eine Geisel hatte eintauschen lassen, vom Täter niedergeschossen wurde und in der Nacht zum Samstag seinen Verletzungen erlag. Er wird seitdem als Held gefeiert und soll mit einer nationalen Trauerfeier geehrt werden.

Der französische Präsident Emmanuel Macron sagte, der 45-Jährige habe sein Leben geopfert, um die Bürger des Landes zu schützen. Indem er sein Leben gegeben habe, um die mörderische Eskapade eines dschihadistischen Terroristen zu stoppen, sei er als Held gefallen. 

hf/kle (afp, Le Monde)

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