Tragischer Zwischenfall beim Giro d′Italia | Sport-News | DW | 09.05.2018
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Giro d'Italia

Tragischer Zwischenfall beim Giro d'Italia

Ausgerechnet am siebten Todestag des beim Giro gestorbenen Radprofis Wouter Weylandt kommt es erneut zu einem tragischen Unfall: Ein Begleit-Motorradfahrer wird schwer verletzt - der Unfallhergang gibt Rätsel auf.

Giro d'Italia 2015 (picture-alliance/Augenklick/Roth)

Ein Motorradfahrer der Sicherheitskräfte des Giro wurde von einem Auto umgefahren

Der 9. Mai ist ein Tag, an dem viele Fahrer, Betreuer, Offizielle und Fans an ein tragisches Unglück zurückdenken: An diesem Tag im Jahr 2011 starb Wouter Weylandt beim Giro d'Italia. Der Belgier stürzte auf einer Abfahrt in der Nähe von Rapallo. Er krachte in eine Mauer und erlag seinen schweren Kopfverletzungen noch an der Unfallstelle. Seitdem wird seine Startnummer 108 bei der Italien-Rundfahrt nicht mehr vergeben.

Widersprüchliche Meldungen zum Unfall

Just am siebten Jahrestag kam es erneut zu einem tragischen Zwischenfall: Ein 60 Jahre alter Autofahrer durchbrach eine Absperrung in der Nähe von Agrigent, dem Startort der fünften Etappe, und überfuhr den Fahrer eines Motorrads der Sicherheitskräfte. Ein Sprecher des Radrennens sagte, der Unfall habe sich außerhalb des Giro ereignet. Erste Berichte sprachen vom Gegenteil. Ob der Autofahrer tatsächlich Straßensperrungen durchbrach, ehe es zum Unfall kam, bleibt unklar.

Der 48 Jahre alte Motorradfahrer wurde mit einer Hirnblutung und mehreren Rippenfrakturen in kritischem Zustand ins Krankenhaus der Stadt Caltanissetta eingeliefert und operiert, der Autofahrer festgenommen. Einige Medien vermeldeten den Tod des Motorradfahrers. Die Nachrichtenagentur dpa berichtete jedoch am Mittwochnachmittag, dass der Motorradfahrer in Lebensgefahr schwebe. Die Giro-Organisatoren leiteten das Rennen um.

Battaglin gewinnt Etappe, Schachmann überzeugt

Die 5. Etappe des Giro gewann der Italiener Enrico Battaglin (Lotto-Jumbo), der zwar aus demselben Ort wie der frühere Giro-Sieger Giovanni Battaglin stammt, aber nicht mit diesem verwandt ist. Er verwies den Italiener Giovanni Visconti (Bahrain-Merida), den Portugiesen José Goncalves (Katusha-Alpecin) und den in der Nachwuchswertung führenden Deutschen Maximilian Schachmann (Quick-Step Floors) auf die Plätze zwei bis vier. Die 164 km lange sechste Etappe wird den ersten großen Schlagabtausch der Favoriten bringen: mit einer Bergankunft am 1736 Meter hohen Vulkan Etna. 

jw/dv (mit sid, dpa)