Tote bei Bombenanschlag in Mogadischu | Aktuell Afrika | DW | 04.02.2019
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Afrika

Tote bei Bombenanschlag in Mogadischu

Die Gäste in dem Restaurant ahnten wohl nichts Böses, als der Sprengsatz vor dem Haus explodierte. Dabei war das Ziel in der Hauptstadt Somalias offenbar nicht zufällig gewählt.

Bei der Explosion einer Autobombe vor einem Einkaufszentrum in Somalia sind nach offiziellen Angaben mindestens elf Menschen getötet worden. Bei dem Anschlag in der Hauptstadt Mogadischu wurden zudem mindestens 15 weitere Menschen verletzt, wie Polizeibeamte erklärten. Über dem Stadtviertel stieg nach der Explosion weithin sichtbarer Rauch auf.

Al-Shabaab bekennt sich

Die islamistische Terrororganisation Al-Shabaab bekannte sich zu dem Anschlag, wie eine den Extremisten nahe stehende Webseite berichtete. Das Ziel des Angriffs sei ein Treffen von leitenden Beamten in einem Restaurant neben dem Einkaufszentrum gewesen, hieß es. In dem Zentrum gibt es unter anderem Läden, Banken und Büros. Al-Shabaab verübt immer wieder Anschläge in Mogadischu und anderen Orten Somalias. Die sunnitischen Fundamentalisten kämpfen in dem Land am Horn von Afrika um die Vorherrschaft.

Explosion in Mogadischu, Somalia (Reuters/F. Omar)

Hilfe für die Opfer am Tatort

Ein Polizist sagte der französischen Nachrichtenagentur AFP, die Attentäter hätten auf dem Hamarweyne-Markt ein mit Sprengstoff beladenes Fahrzeug (Artikelbild) geparkt, "um unschuldige Zivilisten zu töten". Einige der Opfer wurden von den Trümmern des einstürzenden Gebäudes erschlagen.

Außerdem wurde dem AFP-Bericht zufolge in der Hafenstadt Bossasso in der halbautonomen Region Puntland im Nordosten Somalias der - aus Malta stammende - Hafenmanager erschossen. Wie ein Vertreter der örtlichen Sicherheitsbehörden sagte, wurde der Mann, der für den Hafenbetreiber DP World Group aus Dubai arbeitete, im Hafen von einem bewaffneten Angreifer getötet. Auch zu dieser Tat bekannte sich die Al-Shabaab-Miliz.

ml/sti (dpa,afp)

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