Tornado hinterlässt schwere Schäden | Aktuell Europa | DW | 09.08.2019
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Luxemburg

Tornado hinterlässt schwere Schäden

Abgedeckte Dächer, umgeknickte Bäume: Ein Tornado hat in Luxemburg eine Schneise der Verwüstung gezogen. Auch in Deutschland tobten am Abend schwere Unwetter.

 Luxemburg, Petange: Tornado richtet Zerstörung an (Reuters/P. Bourgeois)

Im luxemburgischen Petange verwüstete der Tornado ganze Straßenzüge

Ein heftiger Wirbelsturm fegte am Freitagabend durch den Südwesten von Luxemburg und richtete dabei schwere Schäden an. 19 Menschen wurden nach jüngsten Angaben der luxemburgischen Regierung verletzt. Besonders hart traf es die Orte Petingen und Kaerjeng: Dort wurden insgesamt rund 160 Gebäude beschädigt. Bis zu 100 Häuser sind nicht mehr bewohnbar.

Mehr als 1000 Notrufe gingen innerhalb weniger Minuten bei Polizei und Feuerwehr ein. Der eingerichtete Krisenstab warnte die Bevölkerung davor, sich in die Nähe von umgestürzten Strommasten zu begeben.

Deutscher Wetterdienst bestätigt das Wetterphänomen

Dass es sich um einen Tornado gehandelt habe, sei gesichert, sagte der Meteorologe Marco Manitta vom Deutschen Wetterdienst. Dies belegten zahlreiche Bilder und Videoaufnahmen aus unterschiedlichen Quellen, erklärte er.

Bilder aus dem betroffenen Gebiet zeigten die Verheerungen: Autos, die von Dachziegeln und Gebäudeteilen beschädigt wurden, durch die Luft wirbelnde Gegenstände. Ein Sprecher der Luxemburger Polizei berichtete von einer "Schneise der Verwüstung", die sich fünf, sechs oder sieben Kilometer weit ziehe. Mehrere Gebäude seien unbewohnbar und Notunterkünfte eingerichtet. Zahlreiche Einsatzkräfte waren im Einsatz. "Alle verfügbaren Einheiten und Hilfsdienste sind vor Ort", sagte der Sprecher.

Luxemburg, Petange: Tornado richtet Zerstörung an (Reuters/Y. Reiff)

Der Tornado fegte am Abend durch den Süden Luxemburgs.

15 Fußballer bei Blitzeinschlag verletzt

Auf deutscher Seite gab es zwar keinen Tornado, dafür aber schwere Unwetter. Bei einem Blitzeinschlag im baden-württembergischen Rosenfeld-Heiligenzimmern wurden 15 Fußballer während des Trainings leicht verletzt. Der Blitz schlug am Freitagabend in der Nähe des Sportplatzes ein, wie ein Polizeisprecher sagte.

In Koblenz wurden Gullydeckel aufgeschwemmt und Straßen überflutet. Im Saarland brachten mancherorts entwurzelte Bäume den Verkehr ins Stocken, Straßen wurden überspült und Keller liefen voll Wasser. Eine Autofahrerin wurde bei einem Unfall bei Beckingen leicht verletzt, als ein Ast auf ihren Wagen fiel.

In Erfurt fiel bei den Domstufenfestspielen die Premiere der ersten Musical-Fassung von Umberto Ecos "Der Name der Rose" teils ins Wasser: Eine starke Regenfront mit Gewitter führte dazu, dass die Aufführung vorzeitig abgebrochen werden musste.

mir/jj/kle (dpa, afp)

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