Thailand verbietet Partei wegen Prinzessin-Kandidatur | Aktuell Asien | DW | 07.03.2019
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Südostasien

Thailand verbietet Partei wegen Prinzessin-Kandidatur

Kurz vor der Parlamentswahl in Thailand hat das Verfassungsgericht eine der wichtigsten Oppositionsparteien verboten. Die TRC hatte die Schwester des Königs als Spitzenkandidatin aufgestellt.

Das oberste Gericht des südostasiatischen Landes hat die Thai Raksa Chart (TRC) Partei verboten. Die Entscheidung, die Schwester des Königs als Spitzenkandidatin für die Wahl am 24. März aufzustellen, wurde als Handlung gegen die Monarchie gewertet.

Überraschend hatte sich Prinzessin Ubolratana zur Parlamentswahl aufstellen lassen. Ihr Bruder, König Maha Vajiralongkorn, hatte den Vorstoß scharf kritisiert und die Kandidatur seiner Schwester umgehend für ungültig erklärt. Im Fernsehen ließ er eine Erklärung verlesen, wonach die Kandidatur eines Mitglieds der Königsfamilie verfassungswidrig sei.

Prinzessin Ubolratana Rajakanya (Getty Images/C. Sung-Jun)

Prinzessin Ubolratana Rajakanya (Archiv)

Wegen des Verbots darf die TRC bei der Wahl - der ersten nach einem Putsch des Militärs vor fünf Jahren - nun überhaupt nicht antreten. Experten gehen davon aus, dass die erst Ende 2018 gegründete Partei mit der Prinzessin als Spitzenkandidatin gute Chancen gehabt hätte, an die Regierung zu kommen.

Die TRC steht dem früheren Premierminister Thaksin Shinawatra nahe. Der Milliardär lebt nach seinem Sturz durch die Armee im Ausland, derzeit regiert das Militär. Thailand ist bereits seit 1932 keine absolute Monarchie mehr. Das Königshaus hat jedoch bis heute großen Einfluss.

bag/sti (dpa, afp)

 

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