Thailands Prinzessin bedauert Ausflug in die Politik | Aktuell Asien | DW | 13.02.2019
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Thailand

Thailands Prinzessin bedauert Ausflug in die Politik

Eigentlich wollte sie bei der Parlamentswahl als Kandidatin antreten. Dann wurde Prinzessin Ubolratana von ihrem Bruder, dem thailändischen König, zurückgepfiffen. Jetzt wird womöglich sogar ihre Partei verboten.

Auf ihrem Instagram-Konto entschuldigt sich die 67-jährige Ubolratana für den Wirbel um ihre Kandidatur. Die Prinzessin hatte sich am vergangenen Freitag von der Partei einer befreundeten Familie als Spitzenkandidatin für die geplante Parlamentswahl am 24. März aufstellen lassen.

Nach einem Machtwort ihres Bruders, König Maha Vajiralongkorn, wurde die Kandidatur von staatlicher Seite für unzulässig erklärt. Auf Instagram, wo die im Volk populäre Prinzessin fast 100.000 Follower hat, schrieb Ubolratana: "Es tut mir leid, dass meine Entschlossenheit, für Land und Volk zu arbeiten, Probleme bereitet hat. Das hätte in diesen Tagen und in diesem Alter nicht passieren dürfen."

Die Partei Thai Raksa Chart (TRC), für die Ubolratana ins Rennen gehen wollte, steht der einflussreichen Shinawatra-Familie nahe. Die Shinawatras stellten in den vergangenen Jahren zwei Mal den Premierminister. Beide Male putschte die Armee. Nach dem jüngsten Putsch 2014 versprachen die Militärs mehrfach baldige Wahlen, verschoben diese aber. Nun sollen sie Ende nächsten Monats stattfinden.

Wahlkommission will Partei auflösen

Der amtierende Premierminister und Chef der regierenden Militärjunta, General Prayut Chan-o-cha, kandidiert dann für eine Partei, die der Armee nahesteht. Die Prinzessin wäre bei der Wahl gegen ihn angetreten.

Der TRC-Partei droht nun sogar ein Verbot. Die staatliche Wahlkommission, die die Kandidatur Ubolratanas bereits vor einigen Tagen offiziell für unzulässig erklärt hatte, rief inzwischen das Verfassungsgericht an. Der Vorwurf an die Partei lautet, sie habe "gegen die konstitutionelle Monarchie des Landes gehandelt".

In Thailand herrscht seit rund 240 Jahren die Dynastie der Chakris. Bis 1932 war das Land eine absolute Monarchie. Das extrem reiche Königshaus hat auch heute noch eine sehr wichtige Stellung.

gri/as (dpa, afp)

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