Telekom-Gewinn eingebrochen | Wirtschaft | DW | 02.03.2017
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Bilanzen

Telekom-Gewinn eingebrochen

Der Gewinn der Deutschen Telekom ist im vergangenen Jahr eingebrochen. Grund: eine milliardenschwere Abschreibung in Großbritannien nach dem Brexit-Votum. Hilfe kommt von der US-Tochter.

Der Gewinn von Deutschlands größtem Telekommunikationsanbieter sank 2016 auf 2,7 Milliarden Euro. Das ist ein Rückgang um knapp 18 Prozent. Wie die Deutsche Telekom in Bonn weiter mitteilte, musste sie in ihren Büchern den Wert einer Beteiligung an der britischen BT Group drastisch herabsetzen. Die BT Group war infolge der Abwertung des Pfundes nach dem Brexit-Votum und wegen eines Bilanzskandals deutlich weniger wert.

Hilfe aus den USA

Diese Wertkorrektur allein schlug mit einem Verlust von 2,1 Milliarden Euro zu Buche. Die Deutsche Telekom hatte vor einem Jahr ein Aktienpaket von zwölf Prozent an dem britischen Konkurrenten übernommen.

Gestützt wurde das Geschäft der Telekom wieder durch die amerikanische Tochter T-Mobile US. Der Telekom-Umsatz kletterte insgesamt um 5,6 Prozent auf 73,1 Milliarden Euro - und das ging dank acht Millionen neuer Kunden vor allem auf die US-Tochter zurück. Zum ersten Mal seit längerer Zeit legte im vergangenen Jahr aber auch der deutsche Heimatmarkt wieder leicht zu.

Gerüchte um Sprint

An der Börse hatten unlängst wieder aufflammende Übernahmespekulationen um die Mobilfunktochter T-Mobile US die Aktien der Deutschen Telekom beflügelt und die Papiere der US-Tochter im dortigen Handel auf ein Rekordhoch getrieben. Medienberichten zufolge wäre der Technologiekonzern Softbank aus Japan bereit, die Mehrheitsbeteiligung an seiner US-Tochter Sprint aufzugeben. Spint solle demnach mit der Telekom-Tochter fusionieren. Beide Unternehmen zusammen wären an der Börse mehr als 85 Milliarden Dollar wert.

Die Deutsche Telekom erhöhte die Dividende für 2016 und füllt damit die Kassen des Bundes stärker als bisher: Das frühere Staatsunternehmen ist noch zu 32 Prozent im Besitz der öffentlichen Hand. Für das laufende Jahr erwartet der Vorstand einen Anstieg des Betriebsgewinns um vier Prozent.

ar/ul (dpa, afp)

 

 

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