Taliban wollen Vertreter der Regierung Kabul in Katar treffen | Aktuell Asien | DW | 08.04.2019
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Asien

Taliban wollen Vertreter der Regierung Kabul in Katar treffen

Die afghanischen Taliban bewegen sich auf die Regierung in Kabul zu. Für Mitte April akzeptierten die Islamisten ein Treffen beider Gruppen bei einem innerafghanischen Treffen in Katar. Allerdings mit Einschränkungen.

Russland Moskau | Treffen von Politikern aus Afghanistan mit Taliban-Vertretern (picture-alliance/dpa/S. Fadeichev)

Vertreter der Taliban bei einem Treffen in Moskau Anfang Februar

Die Taliban erklärten in einer Mitteilung, dass die Abgesandten allerdings nicht als Vertreter der Regierung teilnehmen würden, sondern als Privatpersonen, die ihre persönlichen Ansichten ausdrückten. Es handle sich bei der Veranstaltung, die Beobachter als wichtige vertrauensbildende Maßnahme einstufen, auch nicht um Verhandlungen oder ein Treffen, sondern um eine Konferenz. Bei dieser würden lediglich Haltungen und Ansichten ausgetauscht. 

Zuvor hatte ein von Präsident Aschraf Ghani neu gegründeter "Führungsrat für Versöhnung" erstmals getagt. Diesem sollen führende Regierungsvertreter, prominente Politiker, ehemalige Dschihad-Führer und Mitglieder der Zivilgesellschaft angehören.

Afghanistan TV Ansprache Aschraf Ghani (Reuters/Afghan Presidential Palace office)

Afghanistan Präsident Aschraf Ghani

Der Sprecher des Rates, Mohammed Omar Daudsai, kündigte danach an, eine Delegation des Gremiums werde nach Katar reisen. Das zweite Treffen zwischen afghanischen Politikern und Vertretern der Taliban ist für den 14. April in Katars Hauptstadt Doha angesetzt. Erstmals hatte Anfang Februar in Moskau ein derartiges Treffen stattgefunden, allerdings ohne Vertreter der Regierung, die die Taliban bislang als "Marionette" des Westens bezeichneten.

Derweil geht der Konflikt im Land weiter. Wie das Verteidigungsministerium bestätigte, wurden bei Gefechten zwischen Taliban und Regierungstruppen in der westlichen Provinz Badghis zwölf Sicherheitskräfte getötet.

cgn/sti (afp, dpa)

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