Tablet-Flut für den Gabentisch | Wirtschaft | DW | 23.10.2013
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Wirtschaft

Tablet-Flut für den Gabentisch

Personalcomputer sind out, Smartphones und Tablets sind in. Mit Apple, Nokia und Microsoft schicken gleich drei Hersteller neue Tablet-Modelle ins Rennen um die Gunst des Users.

Erfunden hat Apple den Tablet-Computer nicht - aber zum Erfolg geführt. Seit der damalige Apple-Chef Steve Jobs 2010 das erste iPad präsentiert hat, hat sich die Computer-Branche komplett gewandelt. Herkömmliche Personal Computer befinden sich seitdem in einem steten Sinkflug, während die Tablets von Verkaufsrekord zu Verkaufsrekord eilen.

Mit dem iPad ist Apple zwar immer noch der größte Tablet-Hersteller, doch die Konkurrenz hat mächtig aufgeholt. Rechnet man alle Modelle von unterschiedlichsten Unternehmen zusammen, die mit dem Android-System von Google oder abgezweigten Android-Varianten wie die Kindle-Tablets von Amazon laufen, hat Apple nur die zweitgrößte Plattform.

Noch dünner, noch leichter

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Neue Runde im Kampf um Tablet-Vorherrschaft

Apple-Chef Tim Cook und sein Team nutzten daher den schon fast traditionellen Event-Termin vor dem so wichtigen Weihnachtsgeschäft, um eine neue iPad-Generation vorzustellen. Das neue iPad Air hat im Vergleich zum Vorgängermodell noch einmal kräftig abgespeckt: Es wiegt jetzt knapp 500 Gramm und ist lediglich 7,5 Millimeter dick. Trotzdem soll es deutlich schneller laufen, weil im Innern wie beim iPhone 5s der neue A7-Prozessor von Apple seine Arbeit verrichtet.

Apple's new iPad Air (L) and iPad Mini tablets are seen on October 22, 2013 in San Francisco, California. (Foto: Getty Images)

Dünner und leichter: Die neuen Tablets von Apple

Fans, die darauf gehofft hatten, dass Apple-Design-Chef Jony Ive im neuen iPad auch die neue Super-Kamera des neuen iPhones verbauen würde, wurden allerdings enttäuscht. Auch auf den Fingerabdrucksensor des 5s hat Apple beim neuen iPad verzichtet. Auch beim kleineren iPad mini legte Apple nach. Der kleine Bruder des großen iPads erhält nun auch das Retina-Display mit hoher Auflösung, bei dem der Betrachter die einzeln Pixel nicht mehr erkennen kann. Auch hier verspricht Apple höhere Leistung und längere Batterielaufzeiten - Angaben, die bis zum Marktstart im November in unabhängigen Testberichten überprüft werden müssen.

Grüße an Microsoft

People attend a Nokia launch ceremony in Abu Dhabi October 22, 2013. Nokia unveiled its first tablet and two large-screen smartphones, known as phablets, at the annual Nokia World event in Abu Dhabi on Tuesday. (Foto: Reuters)

Nokias erstes Tablet

Apple verlässt sich aber nicht auf die Magie der Hardware. Für alle neuen iOS-Geräte (iPhone, iPad, iPod touch) und alle neuen Macs verschenkt der kalifornische Konzern seine Programm-Pakete iLife und iWork, mit denen die Apple-Kunden erhebliche Teile ihres digitalen Lebens bewältigen können. Außerdem schickte Apple mit einem kostenlosen Upgrade seines Mac-Betriebssystems OS X "Mavericks" kämpferische Grüße an die Microsoft-Zentrale in Redmond.

Apropos Redmond: Auch Microsoft und Nokia haben am Dienstag noch rechtzeitig vor dem Weihnachtsgeschäft neue Tablet-Modelle vorgestellt. So kündigte der finnische Handy-Hersteller Nokia kurz vor der geplanten Übernahme seiner Handysparte durch den US-Konzern Microsoft den Einstieg in den Tablet-Markt an. Ex-Nokia-Chef Stephen Elop stellte auf seiner Hausmesse "Nokia World" im Emirat Abu Dhabi seinen ersten Flachrechner mit dem Microsoft-Betriebssystem Windows vor. Die Geräte sollen 499 US-Dollar (rund 365 Euro) kosten und ab Jahresende erhältlich sein.

A next generation Microsoft Surface Pro 2 tablet is displayed at a Microsoft store in the Dadeland Mall on October 22, 2013 in Miami, Florida. (Foto: Getty Images)

Das neue Surface Tablet von Microsoft

Ebenfalls am Dienstag begann Microsoft mit dem Verkauf der zweiten Generation seiner Surface-Tablets. Der US-Konzern hatte die Modelle Surface 2 und Surface Pro 2 Ende September präsentiert. Dabei versprach Microsoft "erhebliche Updates" mit höheren Rechner- und Batterieleistungen im Vergleich zur ersten Surface-Generation, die sich nicht gegen die Konkurrenz von Apple und Tablets mit dem Google-Betriebssystem Android durchsetzen konnte.

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