Türkgücü München unterliegt im Pokalstreit | Sport | DW | 27.10.2020
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DFB-Pokal

Türkgücü München unterliegt im Pokalstreit

Sie hatten sich eine Menge vorgenommen und auch den juristischen Weg beschritten. Doch der Drittliga-Aufsteiger aus München darf nicht im DFB-Pokal antreten, so die Entscheidung des Gerichts.

Fussball, 3. Liga, Türkgücü München - 1. FC Kaiserslautern

Die Fahne der Fans von Türkgücü München

Der Gegner für Schalke 04 im DFB-Pokal steht endlich fest. Viertligist Schweinfurt 05 hat schon vor der ersten Hauptrunde einen Sieg eingefahren - man darf nun doch gegen den Bundesligisten antreten. Dieses Urteil sprach am Dienstagabend das Nürnberger Schiedsgericht und bestätigte damit die Position des Bayerischen Fußball-Verbands (BFV).

Gespielt wird am 3. November

Drittliga-Aufsteiger Türkgücü München hatte den Platz als bayerischer Vertreter in der ersten Hauptrunde im Zuge der Coronawirren eingefordert, wurde nun aber in die Schranken gewiesen. Denn die Schiedsgerichtsvereinbarung schließt einen folgenden Gang zu ordentlichen Gerichten aus. Gespielt wird nun am Dienstag, 3. November.

"Gerne erspart"

"Wir haben uns von Beginn an nach Kräften bemüht, in dieser schwierigen Phase eine gerechte Lösung zu finden", sagte der für Rechtsfragen zuständige BFV-Vizepräsident Reinhold Baier: "Diese schon im Frühjahr geschaffene Lösung wurde jetzt auch so vom unabhängigen Schiedsgericht bestätigt. Wir hätten uns diese gerichtliche Auseinandersetzung sehr gerne erspart. Denn am Ende gibt es hier keine Gewinner, Verlierer war der Fußball."

Ursprünglich hätte Schweinfurts Duell mit den Schalkern bereits am 13. September stattfinden sollen, zu diesem Spiel kam es jedoch nicht: Türkgücü war gegen die Meldung des Konkurrenten für den DFB-Pokal im einstweiligen Verfügungsverfahren vorgegangen. Der BFV rief nun das Schiedsgericht in Nürnberg an, der Zivilsenat des Bayerischen Obersten Landesgerichts (BayObLG) bestätigte dessen Zuständigkeit. 

ml/ (SID, dpa)