Türkei plant Gipfeltreffen zu Syrien | Aktuell Nahost | DW | 29.07.2018
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Diplomatie

Türkei plant Gipfeltreffen zu Syrien

Donald Trump wird nicht dabei sein. Aber die anderen politischen Führer, die der türkische Präsident Erdogan Anfang September zu einem Gipfeltreffen über die Lage in Syrien bittet, sind durchaus einflussreich.

Die Türkei will mit Russland, Frankreich und Deutschland am 7. September in Istanbul über die Entwicklungen im Bürgerkriegsland Syrien beraten. Man werde sehen, was man gemeinsam unternehmen könne, sagte der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan vor Journalisten seines Landes. Auf dem "Vierer-Treffen" werde man "regionale Themen" angehen, so der Präsident weiter. Eine Reaktion aus Berlin, Moskau oder Paris steht bislang noch aus.

Die Achse Berlin - Moskau

Erst vergangene Woche hatte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mit dem russischen Außenminister Sergej Lawrow, dem Chef des russischen Generalstabes der Streitkräfte, Waleri Gerassimow, und mit Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) in Berlin über Syrien beraten. Nach russischen Angaben ging es bei dem Treffen vor allem darum, wie in Syrien Bedingungen für die Rückkehr von Flüchtlingen geschaffen und der Friedensprozess vorangebracht werden könnten. Lawrow und Gerassimow waren auch mit dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu in Jerusalem und mit Frankreichs Präsident Emmanuel Macron in Paris zusammengekommen, um über das Thema Syrien zu beraten. 

Was die Türkei verhindern will

Russland unterstützt im Bürgerkrieg den syrischen Präsidenten Baschar al-Assad, die Türkei dagegen die Rebellen. Erst kürzlich hatte Assad angekündigt, die Rebellenhochburg Idlib in Nordwesten des Landes zurückerobern zu wollen. Die Türkei will das verhindern. Vor den Kämpfen würden Syrer voraussichtlich in Richtung Türkei fliehen. Am Montag und Dienstag beraten Russland, der Iran und die Türkei im russischen Sotschi bereits über die Lage in Syrien.

ml/ust (dpa, afp)

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