Türkei: Eine ganze Generation unter Druck | Podcast Wirtschaft | DW | 24.09.2021
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Podcast Wirtschaft

Türkei: Eine ganze Generation unter Druck

Der türkische Staatspräsident Erdogan regiert zunehmend autoritär. Viele Türken fühlen sich eingeschränkt und drangsaliert. Dazu kommt, dass das Land in einer tiefen Wirtschaftskrise steckt - und die jungen Leute leiden besonders darunter.

Die Türkei hat eine sehr junge Bevölkerung, der Altersdurchschnitt liegt bei gut 30 Jahren. Viele der jungen Leute sind mit den gesellschaftlichen Umständen unzufrieden, kämpfen gegen politische Zwänge und die Einschränkungen, die ihnen die schwache Wirtschaft des Landes aufzwingen. Bei den 15-24-jährigen liegt die Arbeitslosenquote bei rund 25 Prozent.

Der Regierung ist noch kein Rezept für einen Aufschwung eingefallen. Im Gegenteil: Staatschef Recep Tayyip Erdogan ist ein erklärter Zinsgegner und hat bereits die letzten drei Notenbank-Gouverneure aufgrund von Differenzen wegen der Geldpolitik vor die Tür gesetzt. Im August war die Inflation hauptsächlich aufgrund steigender Lebensmittel- und Energiepreise auf 19,25 Prozent geklettert.

Deshalb kappte die türkische Notenbank gestern ihren Leitzins überraschend - um einen Punkt auf 18 Prozent. Die türkische Lira verlor daraufhin an Wert, Dollar und Euro legten im Gegenzug zwei Prozent zu. Unter diesen Umständen verlieren viele junge Türken ihren Glauben an die Zukunft. Unsere Reporterin hat sich unter ihnen umgehört.

 

Redakteur am Mikrophon: Dirk Ulrich Kaufmann

Technik: Sophie Weber

 

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