Tödlicher Anschlag auf Koranschule in Afghanistan | Aktuell Asien | DW | 30.11.2022
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Islamistischer Terror

Tödlicher Anschlag auf Koranschule in Afghanistan

Sicherheit ist für die regierenden Taliban in Afghanistan nach Jahren des Krieges eine der dringendsten Aufgaben. Dessen ungeachtet überzieht die verfeindete IS-Miliz das Land mit Terror.

Vier verschwommen fotografierte Koranschüler in Afghanistan studieren ihre Texte

Junge Schüler in einer afghanischen Koranschule (Symbolbild)

Einer Bombenexplosion in einer Koranschule in der Provinz Samangan im Norden Afghanistans sind mehrere, vor allem junge Menschen zum Opfer gefallen. Ein Arzt in der Provinzhauptstadt Aibak sprach von 16 Toten und 24 Verletzten. Alle Opfer seien "Kinder und gewöhnliche Leute", sagte der Arzt.

Der mutmaßliche Anschlag erfolgte um die Zeit der Nachmittagsgebete. Ein Sprecher des Taliban-Innenministeriums sagte, dass eine Reihe von Schülern bei dem Anschlag verletzt worden seien. In Samangan leben mehrheitlich ethnische Usbeken.

Islamisten gegen Islamisten

Seit der Rückkehr der Taliban an die Macht im August 2021 werden in Afghanistan verstärkt Anschläge auf Zivilisten verübt. Zu den meisten bekannte sich die Dschihadistenmiliz "Islamischer Staat" (IS). Die Taliban und der IS vertreten beide eine strenge Ideologie, sind aber erbitterte Rivalen. So führt der afghanische IS-Ableger seit der Machtübernahme durch die Taliban im August 2021 eine Kampagne der Gewalt, die immer weiter eskaliert.

Reporter - Afghanistan: Land der vielen Wahrheiten

Bei einem Selbstmordanschlag auf die Frauenabteilung eines Bildungszentrums in Kabul waren Ende September 54 Menschen ums Leben gekommen. Am 5.Oktober wurden ebenfalls in Kabul vier Menschen bei einer Explosion in einer Moschee getötet.

Der IS hat vor allem Bombenanschläge auf die schiitische muslimische Minderheit Afghanistans verübt, aber auch sunnitische Moscheen und Koranschulen angegriffen, insbesondere solche, die mit den Taliban in Verbindung stehen.

rb/kle (AFP, AP, dpa, Reuters)

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