Tödliche Terrorattacken in Afghanistan | Aktuell Nahost | DW | 06.07.2019
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Terrorismus

Tödliche Terrorattacken in Afghanistan

Im Osten und im Norden Afghanistans sind bei Anschlägen mehrere Menschen getötet worden. Zu den Angriffen bekannten sich sowohl die Taliban als auch die Terrormiliz "IS".

Afgnaistan Sicherheitskräfte in Kabul (Getty Images/AFP/W. Kohsar)

Afghanische Sicherheitskräfte an einem Kontrollpunkt in Kabul (Archivbild)

Bei einem Anschlag der radikal-islamistischen Taliban in der afghanischen Stadt Ghazni sind acht Sicherheitskräfte und vier Zivilisten getötet worden. Mehr als 50 Menschen wurden verletzt, als eine Autobombe nahe eines Geländes des afghanischen Inlandsgeheimdienstes NDS detonierte, wie die Behörden mitteilten. Die Taliban bekannten sich zu dem Anschlag in dem belebten Viertel der zentralafghanischen Stadt. Es war zunächst nicht klar, ob dieser von einem Selbstmordattentäter durchgeführt wurde.

Bereits am Freitag waren bei einer Explosion in einer schiitischen Moschee in Ghasni zwei Menschen getötet worden. Vertreter der Regionalbehörden sagten, mindestens 20 Menschen seien durch die Detonation verletzt worden.

Die Attacke am späten Abend richtete sich gegen Gläubige beim Freitagsgebet. In der Moschee hätten sich rund 70 Menschen aufgehalten. Es wird vermutet, dass die Bombe bereits zuvor in dem Gotteshaus platziert worden war.

Anschlag gegen Andersgläubige

Die sunnitische Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) hat die Verantwortung für den Anschlag übernommen. Der IS betrachtet die schiitische Minderheit als abtrünnig. Die Dschihadisten werden auch beschuldigt, im Mai einen Schrein in Ghasni zerstört zu haben.

Zuvor waren bei einem weiteren Anschlag im Norden Afghanistans mindestens 14 Menschen getötet worden. Nach Angaben der Armee wurden 40 Menschen verletzt, als ein belebter Markt in der Provinz Farjab von Mörsergeschossen getroffen wurde. Einem Sprecher zufolge versuchten die radikalislamischen Taliban, einen Armeestützpunkt in der Nähe des Marktes zu beschießen. Die Aufständischen selbst äußerten sich bisher nicht zu dem Vorwurf.

ust/jj/cgn/hf (dpa, afpe, rtr)

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