Syrische Opposition spaltet sich | Aktuell Nahost | DW | 25.09.2013
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Aktuell Nahost

Syrische Opposition spaltet sich

Die islamistischen Rebellen in Syrien kündigen der Syrischen Nationalen Koalition die Gefolgschaft auf. Sie wollen für das islamische Recht der Scharia kämpfen.

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Rückkehr der UN-Inspektoren

Mehrere Rebellengruppen in Syrien haben die Syrische Nationale Koalition verlassen, die wichtigste oppositionelle Organisation. Das Oppositionsbündnis "vertritt uns nicht und wir erkennen es nicht an", heißt es in einer Mitteilung von 13 Gruppierungen. Auch die "Übergangsregierung" um Ahmed Tomeh lehnen sie ab. Die Nationale Koalition hatte diese für die von Aufständischen gehaltenen Gebiete eingesetzt.

Für die Scharia

Die 13 Gruppierungen rufen dazu auf, sich für die Anwendung des islamischen Rechts, der Scharia, einzusetzen. "Alle militärischen und zivilen Gruppen" sollten die Scharia zur "einzigen Quelle der Gesetzgebung" machen, heißt es in ihrer Erklärung. Unterzeichnet haben die radikalislamische Al-Nusra-Front, die dem Terrornetzwerk Al Qaida nahesteht, sowie die Tawhid-Brigade, die wichtigste Rebellengruppe in der nördlichen Provinz Aleppo.

Aber auch Vertreter der Freien Syrischen Armee, der militärischen Hauptorganisation der Rebellen, haben die Erklärung unterschrieben. Meinungsverschiedenheiten innerhalb der syrischen Opposition sind nicht neu. Zuletzt hatte es im Norden des Landes sogar Kämpfe zwischen islamistischen Rebellen und anderen Rebellengruppen gegeben.

Inspekteure im Einsatz

Unterdessen setzten die Chemiewaffeninspekteure der Vereinten Nationen ihre Arbeit in Syrien fort. Alle Orte mutmaßlicher Giftgaseinsätze müssten inspiziert werden, forderte der russische Vizeaußenminister Sergej Rjabkow. "Wir gehen davon aus, dass sie die Punkte klären, für die sie keine Zeit hatten oder die sie aus irgendwelchen Gründen beim letzten Besuch nicht untersuchen konnten", sagte er. Der Leiter der Mission, der Schwede Ake Sellström, erklärte, sein Team werde möglicherweise bis Ende Oktober einen Bericht zu allen Vorwürfen vorlegen.

In Syrien sind bei einem Giftgaseinsatz am 21. August nach UN-Untersuchungen mehr als 1400 Menschen getötet worden. Umstritten ist aber, wer das Gas eingesetzt hat. Russland vermutet Rebellengruppen hinter der Tat und wirft diesen auch vor, am 16. März bei Aleppo Giftgas eingesetzt zu haben. Die Opposition beschuldigt dagegen das Assad-Regime und die syrischen Sicherheitskräfte, chemische Kampfstoffe zu verwenden.

det/kle (afp, dpa)

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