Syrische Kurden übergeben IS-Anhänger an Irak | Aktuell Nahost | DW | 21.02.2019
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Naher Osten

Syrische Kurden übergeben IS-Anhänger an Irak

Syrische Kurden haben 150 irakische IS-Anhänger an Sicherheitskräfte im Nachbarland ausgehändigt. Derweil gibt es im Osten Syriens Verhandlungen mit dem "Islamischen Staat" - es geht um die Freilassung von Zivilisten.

Lastwagen wirbeln Staub auf (Foto: Getty Images)

Zivilisten fliehen vor Kämpfen in der Nähe von Baghus

Die meisten der übergebenen IS-Anhänger würden von der irakischen Justiz gesucht, erklärte der Kommandeur einer Stammesmiliz im Westen des Iraks in einem Video, das von lokalen Medien verbreitet wurde. Die IS-Anhänger hätten seit 2014 gegen Iraker gekämpft. Auch ein irakischer Sicherheitsbeamter bestätigte die Meldung. 

Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte meldete, bei den 150 Menschen handele es sich um IS-Kämpfer und deren Angehörige. Sie seien allerdings der irakischen Armee übergeben worden, so die Beobachtungsstelle. Ein Armeesprecher wies die Meldung jedoch zurück.

Verschanzt auf engem Raum

Die von Kurden angeführten Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF) gehen nahe der irakischen Grenze derzeit gegen die letzte Bastion der Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) im Land vor. Im Ort Baghus sollen sich mehrere Hundert Dschihadisten auf engem Raum verschanzt haben.

Frauen fliehen mit ihren Kindern aus dem IS-Dorf (Foto: picture-alliance)

Frauen und Kinder verlassen Baghus in Ostsyrien

Nun laufen Verhandlungen zwischen der SDF und den Dschihadisten, ob und wann Zivilisten freigelassen werden. Erst am Mittwoch waren rund 2000 Zivilisten und IS-Angehörige mit Lastwagen aus dem umkämpften Gebiet gebracht worden.

Der IS hatte auf dem Höhepunkt seiner Macht im Jahr 2014 weite Teile Syriens und auch große Regionen im Norden und Westen des Iraks beherrscht. Mittlerweile hat er sein Herrschaftsgebiet jedoch fast vollständig verloren.

jmw/kle (dpa, afp, ap)

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