Syrische Künstler fordern Prozess gegen Assad | Kultur | DW | 21.02.2017
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Kultur

Syrische Künstler fordern Prozess gegen Assad

Schluss mit Folter im Gefängnis! Hunderte Künstler und Intellektuelle aus Syrien fordern, dass Staatschef Baschar al-Assad verurteilt wird. Deshalb schrieben sie einen offenen Brief an UN-Generalsekretär Guterres.

"Es ist Ihre Verantwortung gegenüber der Menschlichkeit zu handeln, um der extremen Gewalt dieses Berserkers ein Ende zu setzen", schrieben die Künstler in einem offenen Brief an UN-Generalsekretär António Guterres. Unterschrieben haben unter anderen der Herausgeber Farouk Mardam Bey und die Oppositionelle Bassma Kodmani (Artikelbild).

Erst kürzlich hatte Amnesty International die Massenhinrichtungen in einem Gefängnis bei Damaskus angeprangert. Laut Bericht der Menschenrechtsorganisation sollen zwischen 2011 und 2015 mehr als 13.000 Insassen des Saidnaja-Militärgefängnisses hingerichtet worden sein. Die Unterzeichner des offenen Briefs beziehen sich auf das "Dossier César", das Fotos von Tausenden Folteropfern zeigt.

Schluss mit der Folter in syrischen Gefängnissen

"Die Insassen der Gefängnisse von Baschar al-Assad haben keine Stimme. Es liegt in unserer Verantwortung, ihnen eine Stimme zu verleihen, um der Gewalt ein Ende zu setzen", schreiben sie in ihrer Petition.

Folter, gezieltes Aushungern und willkürliche Hinrichtungen gehören laut dem Amnesty International-Bericht für die Insassen, größtenteils zivile Gegner der Assad-Regierung, zum grausamen Alltag. Amnesty äußerte zugleich die Vermutung, dass die massenhaften Tötungen in dem Gefängnis bis heute andauerten.

so/suc (AFP, AFPF)

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