Syriens Militär kündigt Waffenruhe auf | Aktuell Nahost | DW | 05.08.2019
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Kampf um Idlib

Syriens Militär kündigt Waffenruhe auf

Schon wenige Tage nach Inkrafttreten gilt die für die Rebellenbastion Idlib vereinbarte Waffenruhe nicht mehr. Die syrische Militärführung gibt dafür vor allem der Türkei die Schuld.

Syrien | Zerstörung in Idlib | Krankenhaus (Getty Images/AFP/O. H. Kadour)

Ein Bild der Zerstörung: Krankenhaus in der Provinz Idlib

Die von der Türkei unterstützten "terroristischen Organisationen" hätten die Waffenruhe abgelehnt und mehrfach Gebiete im Nordwesten des Landes angegriffen, erklärte Syriens Militärführung. Auch die Armee werde deswegen die Kämpfe wieder aufnehmen, verkündete das Staatsfernsehen. Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte berichtete, Jets der Regierung hätten bereits Angriffe auf die Stadt Chan Schaichun geflogen.

"Werkzeuge" in der Pufferzone

Syriens Führung hatte vergangene Woche einer Waffenruhe für das Rebellengebiet rund um Idlib zugestimmt. Danach beruhigte sich die Lage. Allerdings stellte die Regierung die Bedingung, dass sich die Rebellen aus einer im vergangenen Jahr zwischen Russland und der Türkei vereinbarten Pufferzone zurückziehen. Dies sei jedoch nicht geschehen, kritisierte die syrische Militärführung. Die Türkei erlaube ihren "Werkzeugen" unter den "Terrorgruppen" weiter Angriffe, hieß es aus Damaskus.

Karte Syrien mit Idlib Deutsch

Die Provinz Idlib grenzt direkt an die Türkei

Das Gebiet rund um Idlib wird von der Al-Kaida-nahen Miliz "Haiat Tahrir al-Scham" (HTS) dominiert. Während die Türkei Aufständische in Syrien unterstützt, sieht sich Russland als Verbündeter der Regierung von Präsident Baschar al-Assad.

In der Provinz Idlib wurden nach UN-Angaben allein in den vergangenen drei Monaten mehr als 400 Zivilisten getötet. Hunderttausende Menschen sind auf der Flucht.

wa/sti (dpa, rtr)

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