Sudan mit neuer Regierung | Aktuell Afrika | DW | 05.09.2019
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Nordostafrika

Sudan mit neuer Regierung

Erst wurde im Sudan der autoritäre Herrscher gestürzt. Nun gibt es eine neue Regierung, die den Frieden festigen soll. Und im Kabinett gibt es mindestens eine für das afrikanische Land überraschende Personalie.

In der sudanesischen Hauptstadt Khartum ist das Kabinett der neuen zivilen Übergangsregierung vorgestellt worden. "Heute beginnen wir eine neue Ära", erklärte Ministerpräsident Abdalla Hamdok (Artikelbild). Die oberste Priorität der neuen Regierung sei es, "den Krieg zu beenden und nachhaltigen Frieden zu schaffen". Unter den 18 nominierten Kabinettsmitgliedern sind vier Frauen, darunter die erste Außenministerin des Landes, Asma Mohamed Abdalla.

Die Bekanntgabe des neuen Kabinetts hatte sich um einige Tage verzögert. Hamdok rechtfertigte dies mit der Begründung, er habe ein "Geschlechtergleichgewicht" erreichen und alle Regionen des Landes beteiligen wollen. Der Chef der Übergangsregierung, der jahrelang als Wirtschaftsexperte für die Vereinten Nationen gearbeitet hatte, hatte zuletzt davon gesprochen, Technokraten auf Basis ihrer Kompetenzen auswählen zu wollen.

Nach dem Sturz

Im April war der autoritär herrschende Staatschef Omar al-Baschir gestürzt worden. In der Folge wurde nach monatelangen Massenprotesten der sogenannte Souveräne Rat gebildet. Das aus Militärvertretern und Zivilisten bestehende Gremium soll eine gut dreijährige Übergangsphase hin zur Demokratie leiten. An der Spitze steht General Abdel Fattah al-Burhan, der zuvor bereits Chef des Militärrats war. Er soll nach 21 Monaten von einem Zivilisten abgelöst werden.

ml/cgn (afp, ap)

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