Studie: Nordkorea treibt Raketenprogramm voran | Aktuell Asien | DW | 12.11.2018
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Atomwaffen

Studie: Nordkorea treibt Raketenprogramm voran

Arbeitet Pjöngjang ungeachtet der Abrüstungsgespräche mit Washington weiter an seinem Atomwaffenprogramm? Eine US-Denkfabrik will zahlreiche geheime, im ganzen Land verteilte Raketenstützpunkte identifiziert haben.

Nordkoreanischer Raketentest Nordkorea Rakete (picture-alliance/dpa/KCNA)

Auf Raketentests verzichtet die nordkoreanische Führung inzwischen - aber was passiert hinter den Kulissen? (Archivbild)

Laut einer Studie des Think Tanks CSIS (Zentrum für strategische und internationale Studien) mit Sitz in Washington belegen Satellitenbilder, dass die nordkoreanische Führung an mindestens 13 geheimen Standorten mobile, atomar einsetzbare Raketen versteckt. Mitarbeiter der Denkfabrik vermuten, es könne sogar bis zu 20 solcher Raketenstützpunkte geben, die Pjöngjang bisher verheimlicht habe. "Es ist nicht so, als ob diese Stützpunkte eingefroren wurden. Die Arbeit geht weiter", sagte Victor Cha, Leiter des CSIS-Nordkoreaprogramms, der "New York Times".

Der Studie zufolge befinden sich die verborgenen Stützpunkte im ganzen Land verteilt unter der Erde in engen Bergtälern. Sie seien so gebaut, dass mobile Raketenwerfer schnell aus Tunneln geholt und zu zuvor vorbereiteten Abschussplätzen transportiert werden können. Ein in der Untersuchung detailliert dargestellter Stützpunkt liegt demnach nur 135 Kilometer nordwestlich von Südkoreas Hauptstadt Seoul. Grundlage der Studie sind neben der Auswertung von Satellitenbildern Interviews mit Überläufern sowie mit Geheimdienst- und Regierungsmitgliedern.

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Die US-Regierung verlangt von Nordkorea eine vollständige atomare Abrüstung und will bis dahin ihre Sanktionen beibehalten. Dies lehnt Pjöngjang ohne jedoch Gegenleistung ab. Zuletzt drohte der kommunistische Staat mit der Wiederaufnahme seines Atomprogramms, sollte Washington die Wirtschaftssanktionen nicht aufheben. Ein für letzte Woche geplantes Treffen von US-Außenminister Mike Pompeo mit ranghohen nordkoreanischen Vertretern war kurzfristig abgesagt worden.

hk/rb (dpa, afp, ap)

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