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Strafverfahren gegen FIFA-Chef Gianni Infantino eingestellt

26. Oktober 2023

Gianni Infantino kann aufatmen. In der Schweiz wurden Ermittlungen gegen den Präsidenten des Fußball-Weltverbands nach mehr als drei Jahren beendet. Infantino sieht sich als "Sieger".

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FIFA-Präsident Gianni Infantino lächelt während eines virtuellen Meetings des FIFA-Councils im Oktober 2023.
Infantino wertete die Ermittlungen als "verzweifelte Versuche von armen, neidischen und korrupten Leuten, meinen Ruf anzugreifen"Bild: FIFA/REUTERS

"Das ist ein vollumfänglicher, deutlicher und klarer Sieg für mich, für die neue FIFA und für die Gerechtigkeit", sagte FIFA-Präsident Gianni Infantino laut einer Mitteilung des Fußball-Weltverbands. Zuvor war in der Schweiz ein im Sommer 2020 eröffnetes Strafverfahren gegen Infantino sowie zwei weitere beschuldigte Personen eingestellt worden. Der Tatverdacht sei entkräftet worden, gaben die beiden Bundesanwälte bekannt, die mit den Ermittlungen beauftragt waren.

Treffen wurden nicht protokolliert 

Es ging um mehrere geheime Treffen Infantinos mit dem damaligen Schweizer Bundesanwalt Michael Lauber und einem weiteren Staatsanwalt zwischen 2015 und 2017. Untersucht wurde, ob Infantino dabei versucht haben könnte, andere Straf- und Rechtshilfeverfahren im Zusammenhang mit der FIFA zu beeinflussen. Die beschuldigten Staatsanwälte müssen nun einen kleinen Teil der Verfahrenskosten tragen, weil sie die damaligen Treffen nicht protokolliert hatten.

Die Anschuldigungen gegen ihn seien "nur verzweifelte Versuche von armen, neidischen und korrupten Leuten, meinen Ruf anzugreifen" gewesen, sagte Infantino. "Falls diese Leute auch nur ein kleines bisschen Würde hätten, sollten sie zumindest den Anstand haben und sich für ihre Handlungen und den verursachten Schaden entschuldigen." 

sn/jst (dpa, sid)