Stormy Daniels reicht weitere Klage gegen Donald Trump ein | Aktuell Amerika | DW | 30.04.2018
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Vereinigte Staaten

Stormy Daniels reicht weitere Klage gegen Donald Trump ein

Eine Klage von Stormy Daniels gegen US-Präsident Donald Trump läuft bereits. Nun hat die Pornodarstellerin, die nach eigenen Angaben eine Affäre mit Trump hatte, eine zweite eingereicht – dieses Mal wegen Verleumdung.

Hintergrund ist eine Twitter-Nachricht Trumps vom 18. April. Darin bezog sich der US-Präsident auf eine Phantomzeichnung, die Daniels hatte anfertigen lassen. Sie soll einen Mann zeigen, der ihr gedroht haben soll, nicht über eine angebliche Affäre mit Trump zu reden. Der US-Präsident bezeichnete das Bild auf Twitter als "totalen Schwindel". Es sei Jahre später angefertigt worden und zeige einen Mann, der nicht existiere, schrieb der Präsident.

Schadensersatz gefordert

Daniels, die mit bürgerlichem Namen Stephanie Clifford heißt, erklärte in der bei einem Gericht in New York eingereichten Klage, Trumps Tweet sei "falsch und diffamierend". Er ziele darauf ab, die Darstellerin schlecht zu machen. Clifford und ihr Anwalt Michael Avenatti fordern einen Geschworenenprozess und Entschädigung von angeblich mehr als 75.000 Dollar (umgerechnet 62.000 Euro).  "Wir haben vor, Herrn Trump beizubringen, dass man sich nicht einfach Dinge über jemanden ausdenken und diese ohne ernsthafte Konsequenzen verbreiten kann", sagte Avenatti.

USA Stormy Daniels nach einer Anhörung in New York (Imago/UPI Photo)

Stephanie Clifford verlässt mit einem Bodyguard eine Anhörung zum Fall Michael Cohen

Cliffort und ihr Anwalt bestimmen seit Wochen immer wieder die Schlagzeilen. Die Pornodarstellerin behauptet, dass sie 2006 Sex mit Trump hatte - kurz nachdem dessen Frau Melania den gemeinsamen Sohn Barron zur Welt gebracht hatte. Trump bestreitet das.

Brisantes Thema für Trump

Das Thema ist für den 71-Jährigen auch wegen der Rolle seines persönlicher Anwalts Michael Cohen heikel. Der hat zugegeben, vor der Präsidentschaftswahl im November 2016 aus eigener Tasche 130.000 Dollar an Clifford gezahlt zu haben. Im Gegenzug soll sich Clifford nach eigener Darstellung verpflichtet haben, das angebliche Abenteuer mit Trump nicht auszuplaudern.

An die Stillhaltevereinbarung fühlt sich Clifford inzwischen nicht mehr gebunden. Daniels hatte Trump deshalb bereits Anfang März in Los Angeles verklagt. Sie führte an, eine Vereinbarung zum Stillschweigen über die angebliche Affäre sei nichtig, weil Trump sie nicht selbst unterzeichnet habe. Es stehe ihr daher frei, Details über die Beziehung öffentlich zu machen.

Im Zusammenhang mit der Affäre durchsuchte das FBI Anfang April auch das Büro, die Wohnung und ein Hotelzimmer Cohens. Dabei beschlagnahmten Ermittler E-Mails, Dokumente und Geschäftsunterlagen zu diversen Themen, darunter zu Cohens umstrittener Zahlung.

ww/se (afp, dpa, rtr)

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