Steinmeier nach Angriff von Würzburg: ″Ganz Deutschland trauert″ | Aktuell Deutschland | DW | 25.06.2021
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Deutschland

Steinmeier nach Angriff von Würzburg: "Ganz Deutschland trauert"

Der Bundespräsident hat sich nach der Messerattacke von Würzburg betroffen gezeigt. Ganz Deutschland trauere jetzt. Bei dem Angriff waren drei Menschen getötet und mehrere zum Teil schwer verletzt worden.

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Würzburg steht unter Schock

Die entsetzliche Gewalttat, bei der in Würzburg drei Menschen in den Tod gerissen und viele weitere verletzt wurden, erschüttere ganz Deutschland, sagte der Bundespräsident. Der Täter habe äußerst brutal gehandelt. Dafür werde er durch den Rechtsstaat zur Verantwortung gezogen.

Steinmeier sagte weiter, er sei in Gedanken bei denen, die ihre Nächsten verloren hätten. Den Verletzten wünsche er baldige Genesung. Er dankte der Polizei, die mit einem entschiedenen Einsatz den Täter überwältigt habe, sowie den eingesetzten Rettungskräften. Auch der bayerische Ministerpräsident Markus Söder bezeichnete die Tat als entsetzlich und schockierend. "Wir trauern mit den Opfern und ihren Familien", schrieb er auf Twitter.

Bundespräsident Steinmeier

Bundespräsident Steinmeier dankte den Einsatzkräften (Archivbild)

Islamistisches Motiv wird geprüft

Am Freitag hatte ein Mann ersten Ermittlungen zufolge wahllos Passanten in der Würzburger Innenstadt mit einem Messer angegriffen. Bei seiner Festnahme wurde der mutmaßliche Angreifer nach Angaben der Polizei durch einen Schuss verletzt.

Laut Zeugenangaben soll der 24-Jährige während der Tat "Allahu Akbar" (Gott ist groß) gerufen haben; ein islamistisches Motiv werde daher geprüft, so die Polizei. Es gebe allerdings "keinerlei Hinweise" auf weitere Täter. Die fünf Menschen, die bei dem Angriff schwer verletzt wurden, befinden sich nach Angaben der Polizei weiterhin im Krankenhaus, zwei von ihnen schweben nach wie vor in Lebensgefahr.

Bürger mit Courage

Der Festgenommene, so die Behörden, sei somalischer Staatsangehöriger, der in einer Obdachlosenunterkunft in Würzburg wohne. Nach den Worten des bayerischen Innenministers Joachim Herrmann soll er in der jüngsten Vergangenheit wegen Gewalttätigkeiten aufgefallen und in psychiatrischer Behandlung gewesen sein.

Einige Passanten hätten sich dem Angreifer couragiert in den Weg gestellt, berichtete der Minister. Davor habe er großen Respekt. "Das hat möglicherweise auch dazu beigetragen, weitere Opfer zu verhindern." Wenig später konnten Polizisten den mutmaßlichen Täter nach einem gezielten Schuss in den Oberschenkel überwältigen und festnehmen.

bru/wa/jj (afp, dpa, rtr)

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