Steinmeier in Tokio: Mit Druck auf Nordkorea nicht nachlassen | Aktuell Asien | DW | 06.02.2018
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Unterwegs in Ostasien

Steinmeier in Tokio: Mit Druck auf Nordkorea nicht nachlassen

Der Besuch des deutschen Bundespräsidenten in Japan steht im Zeichen von Partnerschaft und gemeinsamen Zielen. Frank-Walter Steinmeier wird von Regierungschef Shinzo Abe und Kaiser Akihito empfangen.

Bundespräsident Steinmeier in Japan (picture-alliance/dpa/M. Gambarini)

Bundespräsident Steinmeier und seine Frau (M.) schlendern durch die Kaiserlichen Gärten in Tokio

Auf seiner Asien-Reise machte das deutsche Staatsoberhaupt zunächst Station in der japanischen Hauptstadt. Bei einem Abendessen mit Ministerpräsident Shinzo Abe hob Frank-Walter Steinmeier die gemeinsame Position unter den Verbündeten in der Auseinandersetzung mit dem kommunistischen Nordkorea hervor. Der Bundespräsident rief in Tokio dazu auf, die Sanktionen gegen das Regime von Kim Jong Un wegen der atomaren Bedrohung strikt anzuwenden und den Druck aufrechtzuerhalten.

Japan Frank-Walter Steinmeier und Shinzo Abe (Reuters/T. Hanai)

Regierungschef Abe empfängt in seinem Amtssitz den deutschen Bundespräsidenten Steinmeier zu einer Aussprache

"Wir sind davon überzeugt, dass der Dialog mit Nordkorea nur dann zum Ziel führen kann, wenn er mit größtmöglichem Druck durch Sanktionen verbunden bleibt", sagte Steinmeier. Die nukleare Gefahr durch Nordkorea habe "dramatisch zugenommen", erklärte er nach einem Gespräch mit Abe. "Wir müssen uns gemeinsam weiter dafür einsetzen, dass alle großen Mächte und die ganze Weltgemeinschaft in dieser Frage geschlossen zusammenstehen."   

Deutschland und Japan hätten auch wegen ihrer wirtschaftlichen Stärke eine besondere außenpolitische Verantwortung, sagte der Bundespräsident. Sie gehörten zu den größten und innovativsten Volkswirtschaften der Welt. "Auch deshalb sind unsere beiden Länder schlichtweg auf eine stabile und regelbasierte internationale Ordnung angewiesen."  

Gemeinsam für "freien Handel"

Ebenso wie Abe, der als enger Verbündeter von US-Präsident Donald Trump gilt, bekräftigte Steinmeier das gemeinsame Interesse am internationalen Freihandel. Abe sagte, Deutschland und Japan seien "Fahnenträger des freien Handels". Am Mittwoch wird auch US-Vizepräsident Mike Pence in Tokio erwartet.

Weiter zu Olympia 

Auf Steinmeiers Programm stand am Mittwoch ein Empfang im kaiserlichen Palast von Tokio durch Kaiser Akihito und Kaiserin Michiko. Danach fliegt er nach Südkorea weiter, wo er am Freitag an der Eröffnung der Olympischen Winterspiele teilnehmen will. Auch Abe kommt zu diesem Anlass nach Pyeongchang. Man wünschte sich gegenseitig auch sportlich viel Erfolg. 

SC/as (dpa, afp)