Star Trek - ein ganzes Universum von Kirk bis Picard
Anfangs wollte die Serie "Star Trek - Raumschiff Enterprise" nicht richtig Fuß fassen. Das änderte sich in den 1990er-Jahren - seitdem gibt es jede Menge Spin-Offs und viele Sternenflotten-Kapitäne.

Das Raumschiff Enterprise
Star Trek-Erfinder Gene Roddenberry hatte Mitte der 1960er die Vision von einem friedlichen Weltall - gerade als die USA und die UdSSR versuchten, die Vorherrschaft im All an sich zu reißen. Also erfand er das Raumschiff Enterprise und eine Crew, die im 23. Jahrhundert in friedlicher Mission das Universum erforschen sollte - und dabei in Galaxien vordrang, die nie ein Mensch zuvor gesehen hatte.
Der erste Captain: Christopher Pike
Der Pilotfilm zur Serie "Raumschiff Enterprise" hatte den Titel "The Cage" (Der Käfig). Es blieb beim Piloten um Captain Pike (gespielt von Jeffrey Hunter): Der Film war zu intellektuell, und das Ende war offen. In einer späteren Enterprise-Folge aber taucht Pike noch einmal auf - und seine Geschichte wird zu Ende erzählt.
Kirk und seine bunte Crew
Der misslungene Pilot war allerdings kein Hindernis. Während der Kalte Krieg herrschte, schickte Roddenberry in der Serie "Raumschiff Enterprise" eine internationale Besatzung ins All: mit einem Japaner, einem Russen und einer schwarzen Kommunikationsoffizierin. 1966 startete die Serie - 79 Folgen wurden gedreht. Der Erfolg als Kult-Serie stellte sich erst später ein.
Raumschiff Enterprise: Kirk und Spock
Und wenn schon Multikulti, dann richtig: Mit dem Vulkanier Spock (Leonard Nimoy, rechts) ist erstmals ein Außerirdischer an Bord eines Raumschiffs von der Erde. Das Kommando der ersten Enterprise-Serie hatte Captain James T. Kirk (William Shatner). Das Dreamteam räumte von 1966 bis 1969 im Weltall auf. Nach drei Staffeln war Schluss.
Treffen der Generationen: Kirk und Picard
Trotz des schwachen Starts hat Star Trek es 1979 ins Kino geschafft: Sechs Mal wurden Kirk & Co. auf die Leinwände gebeamt. Im siebten Kinofilm (1995) gibt Kirk das Staffelholz an Jean-Luc Picard (Patrick Stewart) weiter. Durch einen Zeitsprung geraten Kirk aus dem 23. Jahrhundert und Picard aus dem 24. Jahrhundert in eine Art Paralleluniversum, von dem aus sie gemeinsam einen Bösewicht bekämpfen.
"The Next Generation" - Die Geschichte der Enterprise geht weiter
Die Fortsetzung der "Enterprise"-Geschichte spielt gut hundert Jahre nach Kirks Ära. Die Mannschaft um Captain Jean-Luc Picard besteht aus zahlreichen Außerirdischen, darunter der Klingone Worf (oben zweiter von links) und die Schiffspsychologin Troi (unten rechts) vom Planeten Betazed.
Data, der Katzenfreund
Kultfigur aus "The Next Generation" (dt. Titel "Das nächste Jahrhundert") aber ist Data (rechts), ein freundlicher Android mit tödlicher Präzision und gleichzeitig allzu menschlichen Zügen. Seinen Kater "Spot" liebt er abgöttisch und nimmt ihn mit auf jede Reise der Enterprise.
Eine Frau hat das Kommando: Captain Janeway in "Raumschiff Voyager"
Eine erfolgreiche Spin-Off-Serie hat von 1995 bis 2001 erstmals einer Frau das Kommando über die Brücke anvertraut. Captain Janeway (Kate Mulgrew) war Chefin des Raumschiffs "Voyager" - und traf sogar auf Jean-Luc Picard: Im zehnten Star-Trek-Film "Nemesis" (2002) kommunizieren die beiden über Bildschirme. Ein weiteres Spin-Off war die Serie um die Raumstation "Deep Space Nine" (1993 bis 1999).
Den gab es auch noch: Captain Jonathan Archer
Hier haben die Star-Trek-Macher ihren ersten Sprung in der Zeitlinie der Star Trek-Geschichte vollzogen: 100 Jahre bevor Captain James T. Kirk ins All startete, war Captain Jonathan Archer (Scott Bakula) Chef auf der Brücke der Enterprise. "Star Trek: Enterprise" lief von 2001 bis 2005, konnte aber trotz fast 100 Folgen nie so viele Fans erreichen wie andere Star-Trek-Serien.
Kirk und Spock als junge Männer
2009 waren Kirk (Chris Pine) und Spock (Zachary Quinto) wieder da - stark verjüngt. Im elften Star-Trek-Kinofilm, "Star Trek Into Darkness", rast Kirk zur Musik von den Beastie Boys ("Sabotage") mit einer Art Motorrad durch die Wüste - bis er sich mit Spock in sein erstes Abenteuer stürzt. Regie führte J.J. Abrams - bekannt auch als Star-Wars-Regisseur. Bisher gibt es 13 Star-Trek-Kinofilme.
"Discovery": mit Captain Georgiou und Offizier Burnham
2017 startete die nächste Star-Trek-Serie, "Discovery", die über insgesamt fünf Staffeln ausgestrahlt wurde. Mit Frauenpower, denn Captain und Erster Offizier waren weiblich. Mit Philippa Georgiou (Michelle Yeoh) kam eine ambivalente Figur ins Spiel, die im Verlauf der ersten Staffel immer wieder für Überraschungen sorgte - vor allem für unangenehme ...
Captain Pike ist wieder da
In Staffel 2 treffen wir auf einen alten Bekannten: Captain Christopher Pike (Anson Mount) steuert das Raumschiff "Discovery". Die Handlung spielt zehn Jahre vor Captain Kirk. So haben die Star-Trek-Macher, ähnlich wie bei Star Wars, die Zeitstränge der verschiedenen Serien verlängert und sind so in der Lage, noch mehr Spin-Offs und Sequels zu produzieren.
Picard übernimmt nochmal die Brücke
2020 wurde Jean-Luc Picard noch einmal aktiviert: In "Star Trek: Picard" kämpft der Sternenflotten-Admiral a.D. von seinem Weingut in Südfrankreich aus wieder gegen das Böse, denn auch in friedlichen Galaxien gibt es Bösewichte. Picard behielt seine feine britische Art und nahm alte Freunde mit: Nummer Eins Riker (rechts), die Borg-Schönheit Seven of Nine (links), Data, Troi und Guinan.