Ivorer Elye Wahi darf nun doch gegen Deutschland spielen
19. Juni 2026
Fußball-Nationalspieler Elye Wahi von der Elfenbeinküste darf nun doch nach Kanada einreisen und im WM-Spiel der Elfenbeinküste gegen die deutsche Fußball-Nationalmannschaft auflaufen. Wie der ivorische Verband mitteilte, liegen nun "die notwendigen Genehmigungen für seine Einreise nach Kanada vor".
Wahi werde "nach Kanada reisen und wie gewohnt an der Weltmeisterschaft teilnehmen", hieß es in einer Mitteilung. Der Verband freue sich "über dieses positive Ergebnis und dankt allen Beteiligten, die zur Lösung dieses Problems beigetragen haben."
Mögliche Manipulationsvorwürfe
Unklar ist weiter, ob mögliche Manipulationsvorwürfe gegen Wahi der Grund für die verweigerte Einreise waren. Man habe beim Verband zwar "Kenntnis von den verschiedenen Artikeln und Informationen genommen", die über den Nationalspieler veröffentlicht worden seien, hieß es.
Allerdings: "Bis zum heutigen Tag liegen dem Verband keine gerichtlichen oder behördlichen Verfahren vor, die ihn betreffen." Wahi bleibe daher ein wichtiger Bestandteil des Nationalteams.
Von Eintracht Frankfurt on OGC Nizza verliehen
Wahi war 2025 von Eintracht Frankfurt verpflichtet worden und hatte einen Fünfjahresvertrag bis Sommer 2030 erhalten. Allerdings konnte er in seiner ersten Saison in der Fußball-Bundesliga nicht immer überzeugen.
Im Januar wurde er daher an den französischen Erstligisten OGC Nizza verliehen. Dort soll es zu einem Zwischenfall gekommen sein, der dafür gesorgt hatte, dass Wahi vor seiner WM-Reise offenbar in Frankreich zeitweise in Polizeigewahrsam kam.
Die Staatsanwaltschaft Marseille bestätigte der Deutschen Presse-Agentur (dpa), dass ein 23 Jahre alter Fußballer am 29. Mai wegen Manipulationsverdachts festgenommen wurde. Zunächst hatte "The Athletic" über den Fall berichtet.
Es sei dabei um den Verdacht auf "bandenmäßigen Betrug, bandenmäßige Korruption im Sport, Hehlerei und Geldwäsche" gegangen, erklärte die Staatsanwaltschaft auf eine Anfrage zu Wahi, allerdings ohne dessen Namen zu nennen oder zu bestätigen. Nach der Vernehmung sei der Spieler aber wieder auf freiem Fuß, die Ermittlungen liefen weiter.
Absichtliche Gelbe Karte?
Der konkrete Vorwurf gegen Wahi soll laut "The Athletic" darin bestehen, dass er im französischen Erstliga-Spiel am 17. Mai gegen den FC Metz absichtlich eine Gelbe Karte kassiert habe.
Die französische Liga teilte mit, dass ihr mit Blick auf das Spiel untypische Vorgänge bei internationalen Sportwetten gemeldet worden seien. Ungewöhnlich viel sei auf eine Verwarnung von Wahi gesetzt worden. Die Liga schaltete daraufhin die französische Justiz ein.
Wahi konnte mit seinem Nationalteam in die USA reisen. Beim 1:0-Sieg gegen Ecuador stand der Angreifer in der Startelf.