Spielabbruch nach Rassismusvorwürfen gegen Schiedsrichter | Sport | DW | 08.12.2020
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Champions League

Spielabbruch nach Rassismusvorwürfen gegen Schiedsrichter

Das nach einem Rassismusvorwurf gegen den Vierten Offiziellen unterbrochene Champions-League-Spiel zwischen Paris Saint-Germain und Basaksehir aus Istanbul wird am Dienstagabend nicht wieder angepfiffen.

UEFA Champions League | Paris Saint-Germain - Istanbul Basaksehir | Spielabbruch

Erst die rote Karte, dann der Eklat

Das Champions-League-Spiel zwischen Paris St. Germain und Istanbul Basaksehir wird am Mittwoch (18.55 Uhr) fortgesetzt, nachdem es wegen einer angeblichen rassistischen Äußerung des Vierten Offiziellen aus Rumänien unterbrochen worden war. Das teilte die Europäische Fußball-Union (UEFA) nach Gesprächen mit beiden Klubs mit. Mit einem neuen Schiedsrichtergespann sollen die verbleibenden Minuten gespielt werden.

"Eine gründliche Untersuchung des Vorfalls" werde unverzüglich eingeleitet, hieß es weiter. Zuvor hatte Basaksehir auf Twitter bereits angekündigt: "Unsere Spieler haben beschlossen, nicht mehr auf das Spielfeld zurückzukehren."

Laute Proteste

In der 14. Minute kam es im Pariser Prinzenpark zum Eklat. Das Schiedsrichtergespann hatte den Basaksehir-Assistenzcoach Pierre Webo wegen unsportlichen Verhaltens auf die Tribüne geschickt. Bei diesem Vorgang soll das Wort "negro" gefallen sein, dies warfen die Istanbul-Offiziellen dem rumänischen Schiedsrichter lautstark vor, wie deutlich über die Außenmikrofone zu hören war. 

Das Schiedsrichtergespann wurde angeführt von Ovidiu Hategan, als Vierter Offizieller stand Sebastian Coltescu an der Seitenlinie. Nach minutenlanger Diskussion verließen die Mannschaften nach offiziell gespielten 22:30 Minuten geschlossen das Feld.

Staatspräsident Erdogan schaltet sich ein

Die UEFA hatte zunächst mitgeteilt, "dass nach Rücksprache mit beiden Mannschaften vereinbart worden sei, "das Spiel mit einem anderen Vierten Offiziellen wieder aufzunehmen". Allerdings tat sich auf dem Rasen nichts. Später packten die Spieler in den Katakomben ihre Taschen und verließen das Stadion.

 Auch der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan, der Sympathien für Basaksehir pflegt, schaltete sich ein und verurteilte die Zwischenfälle "scharf". Beide Teams spielen in Gruppe H, in der RB Leipzig das Weiterkommendurch das 3:2 (2:0) gegen Manchester United unabhängig vom Ausgang des Spiels in Paris klarmachte. 

jst/rk (dpa, sid)

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