Spanien hofft auf Besserung | Aktuell Europa | DW | 06.04.2020
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Corona-Pandemie

Spanien hofft auf Besserung

Im von der Corona-Pandemie besonders schwer betroffenen Spanien hat sich die positive Tendenz der vergangenen Tage fortgesetzt. Die Zahl der COVID-19-Toten und auch der Neuinfektionen stieg zuletzt deutlich langsamer.

Covid-19 Madrid Spanien (picture-alliance/dpa/J.C. Lucas)

Kurze Verschnaufpause - Medizinisches Personal vor dem Puerta-de-Hierro-Hospital in Madrid

Das nährt die Hoffnung, der Höhepunkt der Epidemie könnte erreicht, wenn nicht gar überschritten sein. "Wir beobachten, dass sich das Ausbreitung der Pandemie in fast jeder Region verlangsamt", sagte Maria Jose Sierra, Vize-Vorsitzende des Notfallkomitees. Man stelle fest, so Sierra, dass die positive Tendenz auch den Druck auf Krankenhäuser und Intensivstationen immer weiter reduziere. Diese Entwicklung wolle die Regierung festigen, sagte Gesundheitsminister Salvador Illa.

Die Infektionskurve flacht ab

Wie das Gesundheitsministerium in Madrid mitteilte, stieg die Zahl der registrierten Neuinfektionen in den letzten 24 Stunden um knapp 4300. Das ist der niedrigste Wert seit dem 22. März. Die Gesamtzahl der Menschen, die sich in Spanien nachweislich mit dem Virus SARS-CoV-2 infiziert haben, stieg damit auf gut 135.000.

Bei den neu registrierten Todesfällen meldeten die Behörden mit 637 Corona-Toten die niedrigste Zahl seit dem 24. März. Seit Beginn der Krise starben damit in Spanien 13.055 Menschen, die mit SARS-CoV-2 infiziert waren. Gleichzeitig wurden den amtlichen Angaben zufolge mehr als 2300 erkrankte Patienten innerhalb eines Tages als genesen entlassen. Somit sind schon mehr als 40.000 Betroffene wieder gesund.

Trotz der positiven Entwicklung ist Spanien weiterhin weltweit eines der am stärksten von der Corona-Krise betroffenen Länder. Seit dem 15. März steht das öffentliche Leben weitgehend still. Die meisten Geschäfte sind geschlossen. Alle Beschäftigten, deren Arbeit nicht zwingend notwendig ist, müssen zu Hause bleiben. Am Wochenende hatte Ministerpräsident Pedro Sanchez eine Verlängerung des Alarmzustands mit strikten Ausgangsbeschränkungen um zwei weitere Wochen bis Mitternacht des 25. April beschlossen. Das Parlament soll die Maßnahme am Donnerstag billigen.

qu/uh (dpa, rtr, afp)

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