Slowakei: Neue Spur im Berliner Tiergarten-Mord? | Aktuell Europa | DW | 10.08.2020
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Diplomatie

Slowakei: Neue Spur im Berliner Tiergarten-Mord?

Die Slowakei hat drei russische Diplomaten wegen ihrer mutmaßlichen Beteiligung an einem "schweren Verbrechen" ausgewiesen. In der Sprache der Diplomaten muss man sich auskennen, um zu verstehen, worum es geht.

Es gebe Hinweise von Geheimdiensten, wonach die russischen Botschaftsmitglieder an "Aktivitäten beteiligt waren, die gegen das Wiener Übereinkommen über diplomatische Beziehungen verstoßen", sagte ein Sprecher des slowakischen Außenministeriums. Medienberichte sind da deutlicher und sprechen von Spionage. Zudem soll es eine Verbindung geben zwischen den Diplomaten und dem Berliner Tiergarten-Mord.

Hinrichtung eines Georgiers

Im vergangenen Jahr war in dem Berliner Park ein Georgier aus nächster Nähe erschossen worden. Nach Informationen der slowakischen Zeitung "Dennik N" hat das slowakische Konsulat in St. Petersburg das Visum für einen Russen ausgestellt, der später in Verdacht geriet, den Georgier im Tiergarten erschossen zu haben. Die Zeitung sieht darin eine Verbindung zu dem "schweren Verbrechen", das als Grund für die Ausweisung genannt wird.

Luftaufnahme: Berlin von oben - die grüne Stadt (picture-alliance/dpa/W. Krumm)

Tatort: Der Berliner Tiergarten

Die deutsche Bundesanwaltschaft, die die Ermittlungen in dem Mordfall leitet, sieht in der Tat einen Tötungsauftrag der russischen Regierung. Der russische Botschafter in Berlin hatte dies als "haltlos" zurückgewiesen.

fab/wa (dpa, afp)