Sex-Vorwürfe bringen CBS-Boss zu Fall | Aktuell Amerika | DW | 10.09.2018
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#MeToo

Sex-Vorwürfe bringen CBS-Boss zu Fall

Leslie Moonves, der Chef des US-Medienkonzerns CBS, tritt wegen Berichten sexueller Übergriffe auf Frauen ab. Zuvor waren neue Vorwürfe gegen den 68-Jährigen erhoben worden.

Leslie Roy Moonves verlasse CBS "mit sofortiger Wirkung", teilte der amerikanische Medienkonzern mit. Der bisherige Vorstandsvorsitzende sieht sich mit Vorwürfen sexueller Belästigung konfrontiert, erst am Wochenende waren neue Anschuldigungen bekannt geworden.

Schon Ende Juli hatten mehrere Frauen in einem Artikel des Magazins "The New Yorker" entsprechende Vorwürfe gegen "Les" Moonves erhoben. Dabei ging es etwa um unerwünschte Küsse oder Grapschen.

Nötigung, Oralsex, Exhibitionismus

Am Sonntag veröffentlichte die Zeitschrift schließlich einen Artikel, in dem weitere Frauen dem Manager Vorwürfe machten, die noch schwerer wiegen. Dabei war von sexueller Nötigung, erzwungenem Oralsex und Exhibitionismus die Rede.

Eine der jetzt zitierten Frauen hatte im vergangenen Jahr Anzeige gegen Moonves erstattet. Die Polizei von Los Angeles schätze deren Aussage als glaubhaft ein, heißt es. Die mutmaßlichen Taten seien jedoch verjährt gewesen. Laut "New Yorker" räumte Moonves Treffen mit drei der Frauen ein, sprach jedoch von einvernehmlichem Sex, der sich vor seiner Zeit bei CBS ereignet habe.

Wie CBS weiter bekanntgab, wollen der Konzern und Moonves selbst 20 Millionen Dollar an Organisationen spenden, die die #MeToo-Bewegung im Kampf gegen Sexismus und für die Gleichberechtigung von Frauen unterstützen.

wa/jmw (afp, dpa)

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