Schweres Erdbeben erschüttert die Karibik | Aktuell Welt | DW | 28.01.2020
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Katastrophe

Schweres Erdbeben erschüttert die Karibik

Der Erdstoß der Stärke 7,7 ließ mehrere Karibikinseln erbeben und war auch noch in der US-Stadt Miami zu spüren. Dort und in Kubas Hauptstadt Havanna mussten Gebäude geräumt werden. Kurzzeitig galt eine Tsunamiwarnung.

Kuba Erdbeben Havana (Getty Images/A. Roque)

Menschen in Havanna verließen während des Bebens die Gebäude

Laut der US-Erdbebenwarte USGS lag das Epizentrum rund 100 Kilometer nordwestlich der Stadt Lucea auf Jamaika in einer Tiefe von zehn Kilometern unter dem Meer. Auf Kuba war das Beben in mehreren Provinzen zu spüren, wie es auf der offiziellen Webseite "Cubadebate" hieß. In der Hauptstadt Havanna mussten tausende Menschen die Gebäude verlassen, in denen sie sich aufhielten.

Die jamaikanische Zeitung "Jamaica Observer" berichtete, das Beben sei in weiten Teilen der Karibikinsel zu spüren gewesen und habe mehrere Sekunden gedauert. In Miami im US-Bundesstaat Florida wurden mehrere Gebäude evakuiert, wie die Polizei mitteilte. Es gebe derzeit keine Berichte über Verletzte. Straßen würden nicht gesperrt.

Tsunami-Warnung wieder aufgehoben

Auf den Bahamas wurde nach örtlichen Medienberichten eine Kabinettssitzung wegen der spürbaren Erschütterung abgebrochen. Auf den Kaimaninseln taten sich mehrere Sinklöcher auf, wie die Katastrophenschutzbehörde des Landes mitteilte. 

Das Pazifik-Tsunami-Warnzentrum warnte nach dem Beben, es seien "gefährliche Tsunamiwellen" im Umkreis von 300 Kilometern vom Epizentrum möglich. Die Katastrophenschutzbehörde der Kaimaninseln wies die Bewohner an der Küste und in tiefer gelegenen Gebieten an, vorsichtshalber höheres Gelände aufzusuchen. Zwei Stunden nach dem Beben wurde die Tsunami-Warnung aufgehoben. 

ww/cgn/uh/ack (dpa, rtr,afp)