Schwerer Anschlag in Mogadischu | Aktuell Afrika | DW | 07.07.2018
  1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Der Terror der Al-Shabaab

Schwerer Anschlag in Mogadischu

Somalia kommt nicht zur Ruhe. Ziel der Angreifer war diesmal das Innenministerium. Mit Panzerfäusten bewaffnet drangen sie in das Gebäude ein. Mindestens 14 Menschen sind tot und viele weitere verletzt.

Einer der Angreifer habe mit seinem Fahrzeug den Zugang zum Gelände des Ministeriums gerammt, sagte Polizeisprecher Ahmed Bashane. Ein weiterer Attentäter habe seine Autobombe an einem Kontrollpunkt außerhalb des Areals gezündet, das sich in der Nähe des Parlaments befindet. "Danach waren weitere Explosionen aus dem Inneren des Gebäudes zu hören", sagte Polizeisprecher Ali Hassan.

Vier bis fünf mit Panzerfäusten und Maschinengewehren bewaffnete Männer hätten sich Gefechte mit den Sicherheitskräften geliefert. Das Areal wurde abgeriegelt. Zahlreiche Regierungsangestellte waren in dem Gebäude praktisch gefangen. Zeugen berichteten von Verzweifelten, die sich mit einem Sprung durch Fenster oder geborstene Wände in Sicherheit bringen wollten.

Ein Greis musste sterben, weil er gewählt hatte 

Kämpfer der mit Al-Kaida verbundenen sunnitischen Terrorgruppe Al-Shabaab reklamierten den Angriff über den Radiosender Andalus für sich. Bei Anschlägen und Angriffen haben sie bislang Tausende Menschen getötet und das ohnehin fragile Staatswesen weiter untergraben. Am Montag hatten Kämpfer von Al-Shabaab einen 93-Jährigen öffentlich hingerichtet, weil er entgegen einer Anordnung der Islamisten an der Wahl des somalischen Parlaments teilgenommen hatte. Ziel der Terroristen ist die Errichtung eines sogenannten Gottesstaates am Horn von Afrika.

Eine 22.000 Mann starke Truppe der Afrikanischen Union (AU) unterstützt die somalischen Streitkräfte im Kampf gegen Al-Shabaab.

rb/jj (ap, dpa, epd, rtr)

Die Redaktion empfiehlt