Sacha Baron Cohen fragt in seiner neuen Serie: ″Who is America?″ | Lebensart | DW | 16.07.2018
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Comedy

Sacha Baron Cohen fragt in seiner neuen Serie: "Who is America?"

Sacha Baron Cohen entlarvt in seiner neuen TV-Show "Who is America" Prominente und Politiker und sorgt damit mal wieder für Kontroversen. Sarah Palin hat sich schon beschwert, ein Senatskandidat erwägt zu klagen.

Obwohl über die neue siebenteilige Serie "Who is America?" von Sacha Baron Cohen im Vorfeld wenig bekannt war, sorgte sie bereits vor ihrer Fernsehpremiere für Aufregung. Der Anarcho-Komiker nimmt darin US-Prominente und Politiker - rechte wie linke - auf die Schippe. Sacha Cohen Barons hehres Ziel: "Who is America?" soll die geteilten USA heilen.

In einem Trailer der Show, der im Internet zu finden ist, sieht man den ehemaligen Vize-Präsidenten Dick Cheney, wie er einen Sack signiert, der für das Waterboarding benutzt wird. Mit dieser Foltermethode sollen Terrorverdächtige in Geheimgefängnissen der USA zu Aussagen gezwungen worden sein.

Nicht nur Sarah Palin fühlt sich betrogen

Dick Cheney nahm das Video gelassen. Per Facebook-Post beschwerte sich allerdings Sarah Palin, einst Kandidatin fürs Vizepräsidentenamt, über einen Cohen-Streich. Er habe sich in einem Fake-Interview mit ihr als versehrter Kriegsveteran ausgegeben. Sie fühle sich "vorgeführt und getäuscht", schrieb Palin.

Sacha Baron Cohen (picture-alliance/AP Images/E. Agostini)

Sacha Baron Cohen: Macht Politiker mit seinen Interviews nervös

Inzwischen ist die Liste derer, die Sacha Baron Cohen in seiner Serie vorführt, länger geworden. Der Kongressabgeordnete Matt Gaez aus Florida bekannte öffentlich, dass er von dem Comedian aufs Korn genommen wurde. In einem Interview mit dem US-Onlinemagazin "The Daily Beast" erzählte der Republikaner, dass er von einem Mann interviewt wurde, der vorgab, aus Israel zu stammen und von dem er nun glaube, dass es sich um Cohen handelte. Er habe Waffensysteme identifizieren sollen. Er habe sich aber geweigert, erzählte Gaetz, der nach eigenen Angaben ein Fan von Cohens Arbeit ist.

Nach der US-Premiere am Sonntag (15.07.2018) im Sender Showtime gratulierten US-Show-Größen Cohen via Twitter. Courtney Cox ("Friends") beschrieb "Who is America" als "beste Comedy des Jahres mit einem unglaublichen sozialen Kommentar", Talkshow-Moderator und Comedian Jimmy Kimmel dankte Cohen dafür, "dass er uns urkomisch daran erinnert, wie sehr, sehr, sehr dumm wir sind." 

Auch Regisseur und Oscar-Preisträger Jordan Peele ("Get Out") war begeistert und beschrieb die Show als "unentbehrlich": 

Cohen schon Prozess angedroht

Weniger angetan zeigte sich der frühere Richter und Senatskandidat Roy Moore. In einem Facebook-Post schrieb er, dass er aktuell mehrere Gerichtsverfahren leite und er nicht davor zurückschrecke, auch gegen Cohen zu prozessieren.

Filmszene aus Borat (Sacha Baron Cohen) (picture alliance/dpa/Everett Collection/20th Century Fox)

Sacha Baron Cohen als Borat (2006)

Der britische Komiker Sacha Baron Cohen wurde zunächst in Großbritannien als Türke Ali G. bekannt. Unter diesem Pseudonym interviewte er Prominente oder Politiker. Sein Konzept besteht darin, ein Alter Ego zu entwickeln und durch provokative Fragen sein Gegenüber in die Enge zu treiben. So ging er auch als fiktiver Fernsehmoderator Borat aus Kasachstan vor, der seine Interviewpartner mit plumpen Klischees konfrontiert und zu politisch unkorrekten Äußerungen bringt.

Zuletzt war Sacha Baron Cohen auch in zahlreichen Kinorollen zu sehen, zum Beispiel in "Madagascar" oder "Alice im Wunderland".

In Deutschland ist "Who is America" ab Dienstag (17. Juli) auf Sky zu sehen.

so/AR (mit AP, Twitter)

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