RWE mit weniger Gewinn | Wirtschaft | DW | 11.08.2016
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Wirtschaft

RWE mit weniger Gewinn

Die goldenen Zeiten für die deutschen Energiekonzerne sind offenkundig vorbei. RWE meldet Gewinneinbußen, Eon einen Milliardenverlust. Die Versorger kämpfen mit den Folgen der Energiewende - und spalten sich auf.

Wie Eon will auch RWE das Geschäft neu organisieren und die eigene Ökostrom-Tochter an die Börse bringen. Die Zahlen vor dem Börsengang, die das Unternehmen am Donnerstag veröffentlichte, sind allerdings von Einbußen geprägt: Im ersten Halbjahr fiel der Gewinn vor Steuern und anderen Abgaben um 5,5 Prozent. Er liegt aber immerhin noch bei rund drei Milliarden Euro. Unterm Strich blieben noch 457 Millionen Euro in der Kasse – ein kräftiges Minus im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

Deutschland Niederaußem RWE-Kraftwerk

Umbau bei auch RWE

Vor allem Verluste im Energie-Handel verhagelten RWE die Bilanz. Noch in diesem Jahr will RWE einen Teil der Ökostromtochter Innogy am Aktienmarkt verkaufen. In dem neuen Unternehmen sollen auch das lukrative Geschäft mit Strom- und Gasnetzen und der Vertrieb gebündelt werden. Der derzeitige RWE-Chef Peter Terium will nach dem Börsengang an die Spitze von Innogy wechseln. Beim Mutterkonzern bleiben die klassischen Kohle- und Gaskraftwerke und der Energiehandel.

Aufspaltung als Strategie

Für Atomkraftwerke, die RWE ebenfalls betreibt, gibt es in Deutschland keine Zukunft mehr. Die Kosten für den Atomausstieg sind für die großen deutschen Energie-Unternehmen eine harte Nuss. Die Aufspaltung der Konzerne ist eine Folge davon. Auch der RWE-Konkurrent Eon geht den Weg der Aufspaltung. Eon will sich aber selbst vor allem auf erneuerbare Energien und Energienetze konzentrieren. In die Tochter Uniper hatte das Unternehmen Anfang des Jahres sein Geschäft mit den schwächelnden Kohle- und Gaskraftwerken sowie den Energiehandel ausgelagert.

Logo Eon Symbolbild Verfall

Eon: Drei Millarden Euro Verlust

Verluste bei Eon

Für die erste Hälfte des Jahres hatte Eon am Mittwoch einen Verlust von gut drei Milliarden Euro ausgewiesen. Grund dafür sind Milliarden-Abschreibungen, die Eon für die vor der völligen Abspaltung stehende Tochter Uniper vornehmen musste. Uniper soll im September an die Börse gehen. Bereits in den beiden Vorjahren hatte Eon im Zuge seiner Neuausrichtung hohe Abschreibungen vorgenommen und Milliardenverluste verbucht.

ar/ul (dpa, rtr)

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