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Eon mit Milliarden-Verlust

10. August 2016

Deutschlands größtes Energieunternehmen hat immer noch schwer an den Kosten von Energiewende und Konzern-Umbau zu tragen: Eon machte in der ersten Hälfte des Jahres einen Verlust von gut drei Milliarden Euro.

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Symbolbild Eon Umstrukturierung
Bild: Reuters/I. Fassbender

Eon muss erneut Milliarden-Abschreibungen auf seine vor der Abspaltung stehende Kraftwerks- und Handelstochter Uniper vornehmen. Das führte zu einem Verlust von drei Milliarden Euro im ersten Halbjahr, wie Eon am Mittwoch in Essen mitteilte.

Uniper soll im September an die Börse gehen. Bereits in den beiden Vorjahren hatte Eon im Zuge seiner Neuausrichtung hohe Abschreibungen vorgenommen und Milliardenverluste verbucht.

Wertberichtigungen bei neuer Tochter

Der Konzern hatte Investoren schon im April auf neuerliche Wertberichtigungen vorbereitet. Zuletzt stand Uniper noch mit 15,5 Milliarden Euro in den Büchern. Diese Bewertung gilt als zu hoch, Analysten schätzen den tatsächlichen Wert nur noch auf bis zu 5,5 Milliarden Euro.

Der genaue Preis wird beim Uniper-Börsengang feststehen. Dabei handelt es sich nicht um einen klassischen Börsengang, sondern eine Abspaltung vom Mutterkonzern. Deshalb bekommen Eon-Aktionäre automatisch für zehn Aktien einen Uniper-Anteilsschein. Eonselbst behält zunächst 46,65 Prozent der Anteile, die erst in einiger Zeit veräußert werden sollen.

ul/ bea (dpa, afp)