Russland und Syrien setzen Luftangriffe aus | Aktuell Nahost | DW | 18.10.2016
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Syrien

Russland und Syrien setzen Luftangriffe aus

Schon vor der angekündigten achtstündigen Feuerpause am Donnerstag haben Russland und Syrien ihre Luftangriffe auf Aleppo nach eigenen Angaben eingestellt. Damit soll die humanitäre Feuerpause vorbereitet werden.

Seit Dienstagmorgen um 10.00 Uhr (Ortszeit) würden keine neuen Angriffe mehr geflogen, sagte der russische Verteidigungsminister Sergej Schoigu nach einer Sitzung des Generalstabs. 

Die Feuerpause werde am Donnerstag von 8.00 Uhr bis 16.00 Uhr (Ortszeit) gelten und solle es Zivilisten und Rebellen ermöglichen, den Osten Aleppos zu verlassen. Die Kämpfer könnten mit ihren Waffen über zwei Korridore ungehindert aus dem Gebiet abziehen. Die syrischen Truppen würden dafür von der Front etwas zurückverlegt.

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Kerry: Aleppo ein schrecklicher Schritt zurück in die Barbarei (16.10.2016)

Schoigu appellierte laut Interfax an jene Staaten, die Einfluss auf die Rebellen in Ost-Aleppo hätten, deren Kommandeure zu überzeugen, die Waffen niederzulegen und die Stadt zu verlassen.

EU spricht von möglichen Kriegsverbrechen

Die russischen und syrischen Streitkräfte bombardieren seit Wochen die Rebellen in Aleppo. Vor allem der Westen wirft den Regierungen in Moskau und Damaskus vor, dabei auch viele zivile Opfer in Kauf zu nehmen.

Die EU spricht in diesem Zusammenhang von möglichen "Kriegsverbrechen". Russland und Syrien weisen dies zurück.

rk/stu (rtr, afp, dpa)

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