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Russische und amerikanische Schriftsteller setzen sich für Militärjournalisten Pasko ein

30. Januar 2002

– Appell an die Präsidenten Russlands und der USA gerichtet

https://p.dw.com/p/1lyc

Moskau, 30.1.2002, INTERFAX, russ.

Das Russische und das Amerikanische PEN-Zentrum haben aufgerufen, "die Gerechtigkeit gegenüber dem Militärjournalisten Grigorij Pasko wieder herzustellen".

"Die Inhaftierung von Pasko darf nicht anders bewertet werden als als Sieg der Kräfte, die an der Verheimlichung der tatsächlichen Ausmaße der Umweltverschmutzung interessiert sind. Das ist ein beunruhigendes Signal", heißt es in einem gemeinsamen Appell des Russischen und des Amerikanischen PEN-Zentrums an die Präsidenten Russlands und der USA, der am Mittwoch (30.1.) in Moskau veröffentlicht wurde.

"Gemeinsames Vorgehen Russlands und der USA bei der Gewährleistung der ökologischen Sicherheit ist unserer Ansicht nach eben so wichtig wie die Bekämpfung des Terrorismus. In diesem Zusammenhang nehmen wir an, dass die Führer unserer Staaten nicht zulassen können und dürfen, dass Grigorij Pasko im Gefängnis bleibt", heißt es im Appell.

Die Schriftsteller beider Staaten hoffen, dass die Präsidenten Wladimir Putin und George Bush im Laufe "der weiteren Annäherung der Positionen der USA und Russlands in den wichtigsten globalen Fragen Mittel finden werden, um die Gerechtigkeit" gegenüber dem Journalisten und Umweltschützer wieder herzustellen.

Das Militärgericht der Pazifikflotte hatte Grigorij Pasko am 25. Dezember 2001 des "Vaterlandsverrats in Form von Spionage" für schuldig erklärt und ihn zu viereinhalb Jahren Haft verurteilt. (lr)