Reiserückkehrer im Visier | Aktuell Deutschland | DW | 27.06.2021
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Corona

Reiserückkehrer im Visier

Urlauber, die aus dem Ausland in die Bundesrepublik zurückkehren, müssen sich wohl auf strenge Kontrollen ihrer Corona-Tests und Impfausweise einstellen.

Rückkehrer aus dem Sommerurlaub im Ausland sollen an den deutschen Grenzen konsequent auf Impfausweise und negative Corona-Tests kontrolliert werden. Das jedenfalls fordert der bayerische Gesundheitsminister Klaus Holetschek mit Blick auf die erwartete Ausbreitung der Delta-Variante des Virus. Der CSU-Politiker ist derzeit Vorsitzender der Gesundheitsministerkonferenz (GMK) der 16 deutschen Bundesländer.

"Im Gegensatz zum letzten Sommer sind in ganz Deutschland flächendeckende Testsysteme aufgebaut", sagte Holetschek der Zeitung "Bild am Sonntag". Entscheidend sei, "dass vor Einreise getestet wird und die Testnachweise an den Grenzübergängen und den Flughäfen nicht nur stichprobenartig kontrolliert werden." Bayern sei mit dem Bund bereits in enger Abstimmung, um engmaschige Kontrollen während der Reisezeit sicherzustellen.

Klaus Holetschek (CSU)

Reiserückkehrer bereiten dem GMK-Vorsitzenden Klaus Holetschek große Sorgen

Quarantäne-Pflicht

Für Rückkehrer aus dem beliebten Urlaubsland Portugal gelten bereits ab Dienstag wieder besonders strenge Regeln bei der Einreise nach Deutschland. Die Bundesregierung hatte am Freitag entschieden, den EU-Staat - ebenso wie Russland - zum Virusvariantengebiet zu erklären.

Die Einstufung zieht ein weitgehendes Beförderungsverbot für Fluggesellschaften, Bus- und Bahnunternehmen nach sich. Sie dürfen nur noch deutsche Staatsbürger und Ausländer mit Wohnsitz in Deutschland über die Grenze bringen. Diejenigen, die in die Bundesrepublik einreisen dürfen, müssen 14 Tage in Quarantäne. Die Pflicht kann nicht durch einen negativen Test verkürzt werden und gilt sogar für vollständig Geimpfte und Genesene.

Portugal Setubal Distrikt nahe Lissabon

Die Delta-Variante macht auch Setubal bei Lissabon zum Virusvariantengebiet

Delta-Dominanz

Der auf Portugal spezialisierte Reiseanbieter Olimar erklärte sich derweil bereit, Hunderte Urlauber schnell nach Deutschland zurückzuholen. Man habe ihren eine rechtzeitige Rückkehr bis Montagabend angeboten, teilte das Kölner Unternehmen mit.

In Portugal ist Delta inzwischen die vorherrschende Virusvariante. Wie aus aktuellen Daten der Gesundheitsbehörde DGS hervorgeht, macht sie landesweit mittlerweile mehr als 50 Prozent aller Neuinfektionen aus - im Großraum Lissabon sind es sogar mehr als 70 Prozent.

wa/ml (dpa, afp, rtr)

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