Regierung und Rebellen im Südsudan schließen endgültig Frieden | Aktuell Afrika | DW | 05.08.2018
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Machtteilung

Regierung und Rebellen im Südsudan schließen endgültig Frieden

Es waren harte Verhandlungen mit einigen Rückschritten und wenig Hoffnung. Nach jahrelangem Bürgerkrieg haben Südsudans Konflikparteien nun doch endgültig ein Friedensabkommen unterzeichnet.

Uganda Südsudan - Friedensgespräch zwischen Präsident Kiir, Oppositionsführer Machar und der ugandische Präsident Museveni (Foto: Getty Images/AFP/S. Sadurni)

Südsudans Präsident Kiir (r.) und sein Erzrivale Machar (l.) schütteln sich die Hände

Die südsudanesischen Konfliktparteien haben ein finales Friedensabkommen unterschrieben, das dem jahrelangem Bürgerkrieg ein Ende setzen soll. Präsident Salva Kiir und sein Rivale Riek Machar waren zur Unterzeichnung des Plans in den benachbarten Sudan gereist, der in der Beilegung des Konflikts als Vermittler diente. Ein vorläufiger Entwurf war bereits Ende Juli unterzeichnet worden. Dieser beinhalte auch eine Vereinbarung zur Teilung der Macht, sagte der Außenminister des Sudans, Al-Dirdiri Mohamed, im sudanesischen Staatsfernsehen. Es sei ein Abkommen über noch offene Fragen erreicht worden, das ein Bekenntnis aller Parteien zum Waffenstillstand umfasse, sagte der Minister.

Übergangsregierung aus beiden Lagern

Mit Inkrafttreten der endgültigen Vereinbarung haben nun Regierung und Rebellen drei Monate Zeit zur Bildung einer Übergangsregierung. Für 36 Monate soll diese dann im Amt bleiben. Bereits in dem vorläufigen Plan wurde unter anderem festgelegt, dass die Übergangsregierung aus 35 Ministern bestehen soll, von denen Kiir 20 und Machar neun Posten besetzen darf. Die übrigen Ämter sind für andere Gruppen bestimmt. Machar tritt als Vizepräsident an die Seite von Kiir.

Im Juni hatten sich die Erzfeinde Machar und Kiir bereits auf eine Waffenruhe geeinigt, die trotzdem immer wieder brüchig wurde. Die Unterzeichnung eines Machtteilungsplans war Anfang Juli wegen inhaltlicher Unstimmigkeiten gescheitert.

Der Krieg im Südsudan war 2013 ausgebrochen, zwei Jahre nachdem sich der Staat vom Sudan losgesagt hatte. Auslöser war ein Streit zwischen Präsident Kiir und seinem ehemaligen Vize Machar, der die Rebellen anführt. Zehntausende Menschen wurden durch die Kämpfe getötet. Ein bereits 2015 geschlossenes Friedensabkommen hatte nur kurze Zeit gehalten.

sam/wo (afp, rtr)

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