Red-Bull-Klubs unter sich: Leipzig trifft auf Salzburg | Sport | DW | 31.08.2018
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'Dosenduell' in der Europa League

Red-Bull-Klubs unter sich: Leipzig trifft auf Salzburg

Spannende Aufgaben für die drei Bundesligisten in der Europa League: Die Auslosung beschert dem RB Leipzig zwei Spiele gegen Partnerklub FC Salzburg. Bayer Leverkusen darf sich freuen, Eintracht Frankfurt muss schlucken.

Auf dieses Duell haben viele Kritiker schon lange gewartet: In der Gruppenphase der Europa League treffen die beiden Red-Bull-Klubs RB Leipzig und FC Salzburg aufeinander. Über das Duell der "Dosenklubs" war in den vergangenen Jahren heftig diskutiert worden, weil ein Interessenkonflikt aufgrund der Besitzverhältnisse befürchtet worden war. Mittlerweile hat sich der Getränkehersteller - zumindest nach offizieller Version - aus dem operativen Geschäft bei den Österreichern zurückgezogen.Der Vereinsname änderte sich von Red Bull Salzburg zu FC Salzburg. Allerdings ist Red Bull noch Hauptsponsor und der rote Bulle noch das Wappentier der Salzburger.

Zusätzlich interessant ist die Paarung, weil etliche Spieler in den vergangenen Jahren von Salzburg nach Leipzig transferiert wurden, zuletzt zum großen Unmut der Salzburger Fans, die ihren Verein als eine Art Selbstbedienungsladen der Leipziger empfanden. RB-Trainer und -Sportdirektor Ralf Rangnick war 2012 gleichzeitig als Sportdirektor in Salzburg und als Verantwortlicher für die sportliche Entwicklung der Leipziger zuständig. Die Salzburger waren am Dienstagabend zum elften Mal beim Versuch gescheitert, sich erstmals in der Vereinsgeschichte für die Champions League zu qualifizieren.

Die weiteren Gegner der Leipziger, die sich durch ein spätes Tor von Emil Forsberg beim 3:2-Sieg gegen Luhansk über die Playoffs für die Gruppenphase qualifizierten, sind der schottische Meister Celtic Glasgow und Norwegens Champions von Rosenborg BK aus Trondheim.

"Es ist eine schwierige und hochinteressante Gruppe - sicherlich auch für die Zuschauer", kommentierte Rangnick die Auslosung. "Viel attraktiver hätte es für uns gar nicht laufen können. Im Celtic-Park zu spielen wird für uns und sicherlich für viele Fans ein Highlight. Natürlich ist auch die Partie gegen Salzburg eine besondere - für mich und sicherlich auch den einen oder anderen unserer Spieler."

Schwere Aufgaben für die Eintracht, leichte Lose für Bayer

In Gruppe H hat DFB-Pokalsieger Eintracht Frankfurt die härtesten Aufgaben der drei Bundesligisten erwischt: Mit Lazio Rom und Olympique Marseille sind zwei Schwergewichte des europäischen Fußballs mit dabei. Hinzu kommt Apollon Limassol aus Zypern. "Wir haben eine sehr anspruchsvolle Gruppe zugelost bekommen mit großen Hürden. Da werden wir alles reinlegen müssen, um unser Ziel, die Zwischenrunde, zu erreichen", sagte Frankfurts Sportvorstand Fredi Bobic. "Lazio Rom ist ein Team, das sich in Europa bestens auskennt. Ciro Immobile und Sergej Milinkovic-Savic sind sicher die schillerndsten Namen. Das Olympiastadion in Rom ist jedenfalls eine Reise wert. Auch in Marseille erwartet uns ein wunderschönes Stadion und eine bärenstarke Mannschaft, ein absolutes Spitzenteam im Land des Weltmeisters." 

Sportlich am günstigsten verlief die Auslosung für Bayer 04 Leverkusen: Der Bundesliga-Fünfte der vergangenen Saison spielt in Gruppe A gegen den bulgarischen Meister Ludugorets Rasgrad, den Schweizer Pokalsieger FC Zürich und den zyprischen Cupgewinner AEK Larnaca. Alles andere als der Gruppensieg wäre bei diesen Gegnern wohl eine Enttäuschung für die Werkself. "Unabhängig von der Auslosung haben wir schon vor langer Zeit ganz klar gesagt, dass wir in unserer Gruppe Erster werden und weiterkommen wollen", sagte Leverkusens Trainer Heiko Herrlich. "Wir sind der Favorit, das nehmen wir an."

Eine attraktive Gruppe gab es für den absoluten Außenseiter, F91 Düdelingen aus Luxemburg. Der "Fußball-Zwerg", der vom Deutschen Dino Toppmöller trainiert wird, darf gegen Olympiakos Piräus, den AC Mailand und Betis Sevilla ran.

Der erste Spieltag der Gruppenphase findet am 20. September statt. Das Finale wird am 29. Mai 2019 in Baku angepfiffen.

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