Razzia bei Porsche - Verdacht auf Untreue | Aktuell Europa | DW | 28.05.2019
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Automobilindustrie

Razzia bei Porsche - Verdacht auf Untreue

Der Autobauer Porsche ist unter Druck. Die Staatsanwaltschaft hat Büros und Privaträume von Mitarbeitern durchsucht. Der Vorwurf lautet: Bestechung und Untreue.

Mit 176 Einsatzkräften haben Staatsanwaltschaft, Steuerfahndung und das Landeskriminalamt Baden-Württemberg verschiedene Standorte der VW-Tochter Porsche und Finanzbehörden durchsucht. 

Laut Staatsanwaltschaft soll nach den bisherigen Ermittlungen ein Beamter des Konzernprüfungsamtes Stuttgart bei laufender Betriebsprüfung geheime Informationen an einen Steuerberater der Porsche AG verraten und im Gegenzug Vorteile angenommen haben. Es wird deshalb wegen des Verrats von Dienstgeheimnissen und Bestechlichkeit ermittelt

Ex-Mitglied des Betriebsrats unter Verdacht

Darüber hinaus bestehe der Verdacht, dass einem ehemaligen Betriebsratsmitglied unverhältnismäßig hohe Vergütungen gezahlt worden seien, hieß es weiter. Fünf Porsche-Mitarbeiter, teilweise Führungskräfte, und der auch im anderen Fall verdächtigte Steuerberater könnten sich in dem Zusammenhang unter anderem wegen Untreue strafbar gemacht haben.

Der frühere Betriebsrat selbst gehört nicht zu den Beschuldigten. Um welchen Betriebsrat es ging, wollte der Sprecher der Staatsanwaltschaft nicht sagen. Auch ein Porsche-Sprecher bestätigte lediglich die Ermittlungen. Das Unternehmen kooperiere "vollumfänglich" mit den Behörden, erklärte Porsche. Zu weiteren Details wollte sich der Autobauer nicht äußern.

Das Magazin "Wirtschaftswoche" berichtet, dass es sich bei dem ehemaligen Betriebsrat um Uwe Hück handeln soll. Dieser hatte im Februar seine Ämter bei dem Sportwagenhersteller niedergelegt. Laut "Wirtschaftswoche" kam es auch bei Hück zu Durchsuchungen.

lh/gri (dpa, afp)

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