Randale in Migrantenlager auf Malta | Aktuell Europa | DW | 21.10.2019
  1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Migration

Randale in Migrantenlager auf Malta

Mehrere Autos brannten und Gebäudeteile wurden zerstört - die Auseinandersetzungen in einem Flüchtlingslager auf Malta dauerten in der Nacht Stunden. Ein Polizist wurde verletzt und 30 Flüchtlinge festgenommen.

Eine Sondereinheit der Polizei habe noch in der Nacht das Lager im Süden der Mittelmeerinsel gestürmt,meldete die Tageszeitung "Times of Malta". 30 Migranten wurden bei den Ausschreitungen festgenommen, die mehrere Stunden bis in den frühen Montagmorgen dauerten. In dem Camp in Hal Far sollen rund 1200 Menschen leben.

Von Januar bis Mitte Oktober kamen laut Internationaler Organisation für Migration mehr als 2900 Bootsflüchtlinge in Malta an, im Vorjahreszeitraum waren es rund 1500. Das kleinste EU-Land ist flächenmäßig ungefähr so groß wie München ist und hat rund 450.000 Einwohner. Hilfsorganisationen kritisieren regelmäßig die schlechte Unterbringung von Migranten. Malta will zusammen mit Italien einen Verteilmechanismus von Bootsflüchtlingen, um diese in andere EU-Länder zu bringen.

Maltas Innenminister Michael Farrugia machte in einem TV-Interview einen "betrunkenen" Migranten für die Unruhe verantwortlich, der sich mit Gewalt einen Weg in das Lager habe bahnen wollen. Durch eine Gruppe aufgebrachter Flüchtlinge sei die Situation dann außer Kontrolle geraten. 

nob/kle (epd, dpa)

Die Redaktion empfiehlt

WWW-Links