Malta rettet zahlreiche Migranten aus Seenot | Aktuell Europa | DW | 21.09.2019
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Flucht nach Europa

Malta rettet zahlreiche Migranten aus Seenot

Kurz vor einem EU-Treffen auf Malta zur Verteilung von Bootsflüchtlingen hat der Inselstaat mehr als 200 Migranten aus Seenot gerettet. Mehr als 180 Menschen warten noch auf der "Ocean Viking" auf einen sicheren Hafen.

Malta Rettungsschiff Armee | Flüchtlinge (picture-alliance/AP Photo/R. Brito)

Soldaten bringen Flüchtlinge von der "Ocean Viking" zu einem Schiff des maltesischen Militärs

Insgesamt seien in der Nacht zum Samstag 262 Menschen von verschiedenen Booten aufgenommen worden, teilte das Militär mit. Darunter waren auch die 35 Menschen an Bord des Rettungsschiffs "Ocean Viking", die in maltesischen Gewässern gerettet und von einem Armeeboot übernommen wurden. Das Schiff von "SOS Méditerranée" und "Ärzte ohne Grenzen" wartet nun aber immer noch mit mehr als 180 Migranten auf einen sicheren Hafen.

Die Innenminister aus Deutschland, Frankreich, Italien und Malta sowie Vertreter der finnischen EU-Ratspräsidentschaft und der EU-Kommission wollen am kommenden Montag auf Malta über einen Mechanismus zur Verteilung von Migranten beraten, die auf dem Mittelmeer gerettet wurden. Damit sollen die wochenlangen Blockaden von zivilen Rettungsschiffen ein Ende haben.

Video ansehen 03:52

Mittelmeer: Seenotrettung aus der Luft

Rund 63.500 Migranten und Flüchtlinge sind laut der Internationalen Organisation für Migration (IOM) seit Beginn des Jahres mit Schlepperbooten über das Mittelmeer nach Europa gekommen. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres seien 78.000 Migranten und Flüchtlinge in Europa an Land gegangen, teilte die IOM mit. 

Die meisten Menschen erreichten laut IOM seit Januar Griechenland, es seien knapp 33.000 gewesen. Danach folgten Spanien, Italien, Malta und Zypern. 953 Menschen seien in diesem Jahr bei der Passage über das Mittelmeer mit den kaum seetauglichen Booten ums Leben gekommen. Die tatsächlichen Zahlen könnte weitaus höher liegen, hieß es.

jv/ml (dpa, kna, SOS Méditerranée)

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