Ramaphosa offiziell als Präsident vereidigt | Aktuell Afrika | DW | 25.05.2019
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Südafrika

Ramaphosa offiziell als Präsident vereidigt

Cyril Ramaphosa hatte das Amt bereits vorübergehend inne. Jetzt, nach dem Sieg seiner Partei bei der Parlamentswahl, beginnt seine erste richtige Amtszeit. In der gebe es viele Probleme zu lösen, so Südafrikas Präsident.

Vor rund 36.000 Zuschauern leistete der 66-jährige Ramaphosa im Rugby-Stadion der Hauptstadt Pretoria seinen Amtseid. Zu der Zeremonie waren rund 40 ausländische Staats- und Regierungschefs angereist, darunter Simbabwes Präsident Emmerson Mnangagwa, der Präsident des Kongo, Felix Tshisekedi, und der Präsident des Südsudan, Salva Kiir.

Einheit und Jobs

Auf sein Land würden nun "bessere Tage" zukommen, sagte der neue Präsident. In seiner Antrittsrede setzte er den Ton für seine Amtszeit und versprach nationale Einheit, neue Jobs und eine größere Bedeutung Südafrikas auf dem Kontinent.

Ramaphosas Partei, der einst vom Anti-Apartheid-Kämpfer Nelson Mandela geführte Afrikanische Nationalkongress (ANC), hatte die Parlamentswahl vom 8. Mai mit einer Mehrheit von 57,5 Prozent der Stimmen gewonnen. In der ersten Sitzung der neuen Legislaturperiode des Parlaments war Ramaphosa ohne Gegenkandidat zum Staatschef bestimmt worden.

Südafrika Pretoria | Amtseinführung Cyril Ramaphosa, Präsident (picture-alliance/AP Photo/J. Delay)

Zwiegespaltenes Land: Tausende feiern den neuen Präsidenten, trotzdem wächst der Unmut

Das Wahlergebnis vom 8. Mai war jedoch das bisher schlechteste der Partei. Der Unmut über die Politik des ANC wird in der Bevölkerung zunehmend lauter. Ramaphosa räumte zu seinem Amtsantritt ein, auch wenn das Land vor 25 Jahren eine Demokratie geworden sei, gebe es noch viele Probleme, die gelöst werden müssten. "Viele Südafrikaner gehen immer noch hungrig ins Bett, viele werden Opfer von Krankheiten, die wir nicht heilen können. Zu viele unserer Einwohner haben keine Arbeit, vor allem die jungen", sagte Ramaphosa.

Kampf gegen Korruption

Ramaphosa war im Februar 2018 an die Staatsspitze gelangt, nachdem der damalige Präsident Jacob Zuma infolge von Korruptionsvorwürfen zurückgetreten war. Ramaphosa hat den Wählern versprochen, die Korruption zu bekämpfen und die siechende Wirtschaft anzukurbeln.

Südafrika ist das am meisten entwickelte Land des Kontinents. Doch Millionen Menschen - vor allem schwarze Südafrikaner - leben weiter in Armut. Die Arbeitslosenquote liegt bei über 27 Prozent. Während des rassistischen Apartheid-Regimes war Ramaphosa Gewerkschaftsführer. Später half er Mandela, mit der weißen Regierung den Übergang zur Demokratie auszuhandeln. Nach den ersten Wahlen 1994 ging er in die Politik, später machte er als Unternehmer ein Vermögen. 2014 kam er als Zumas Vizepräsident in die Politik zurück.

pgr/djo (dpa, afp)

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